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Chieminger Feuerwehr erhält ein neues Löschfahrzeug

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Ehrungen gab es bei der Feuerwehr Chieming: Unser Bild zeigt Kommandant Martin Hölzl (von links), die Geehrten Hans Kaffl und Bürgermeister Benno Graf sowie Kreisbrandrat Christof Grundner und Vorstand Josef Wiesholler. (Foto: Humm)

Chieming – Die Feuerwehr Chieming erhält heuer ihr neues Hilfeleistungs-Löschfahrzeug (HLF 20). Die Fahrzeugweihe am Feuerwehrhaus ist am Sonntag, 24. Mai. Zuvor ist ein Gottesdienst, nach der Weihe schließt sich für einige Stunden ein Tag der offenen Tür an. Dies teilte Vorstand Josef Wiesholler in der Jahreshauptversammlung im Gasthaus zur Post mit. Weiter informierte er über die Beschaffung eines neuen Feuerwehrboots. Derzeit laufe die europaweite Ausschreibung.


Hans Kaffl wurde für 25 Jahre Tätigkeit im aktiven Feuerwehrdienst geehrt. Eine besondere Ehrung gab es noch für Bürgermeister Benno Graf. Wiesholler würdigte ihn bei seiner letzten Jahreshauptversammlung als amtierender Bürgermeister für die langjährige Unterstützung der Feuerwehr. Graf erhielt als Dank das Vereinskrügerl überreicht.

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Wiesholler berichtete, dass der Feuerwehr Chieming 168 Mitglieder angehören. In seinem Rückblick auf das vergangene Jahr stellte er besonders den mehrtägigen Vereinsausflug nach Budapest heraus. Weiter erinnerte er an das Jubiläum 25 Jahre Kreisfeuerwehrverband Traunstein und den Gedenkgottesdienst für Pfarrer Josef Hofmann, der viele Jahre Pfarrer in Chieming war. »Wir waren auch an allen kirchlichen Festtagen präsent und bei den Jubiläen anderer Feuerwehren«, sagte er.

Auch ging er auf sportliche Veranstaltungen ein und erinnerte an den Gewinn des Meistpreises beim Dorfschießen der Schützengesellschaft »Almarausch« Chieming. Als eine wichtige gesellschaftliche Veranstaltung nannte er noch die jährliche Hangover-Party.

Den heurigen Vereinsausflug kündigte Wiesholler für den 24. bis 26. April nach Prag an. Ende Juni finde der mehrtägige Triathlon statt und auch heuer werde es die Hangover-Party geben. Dazu komme noch eine Reihe von Festen bei benachbarten Feuerwehren.

Kommandant Martin Hölzle berichtete, dass seiner Wehr derzeit 58 Aktive, davon 53 Männer, angehören. Es gab 49 Einsätze mit zusammen 1297 Stunden. Darunter waren sieben Brände, zehn Sicherheitswachen, 31 technische Hilfeleistungen und ein ABC-Einsatz. Zudem wurden 15 Lehrgänge besucht (263 Stunden) und 28 Übungen mit 1016 aufgewandten Stunden abgehalten. Hölzle kündigte auch für heuer wieder Lehrgänge an.

Jugendwart Sebastian Siglreithmayr sagte, die Feuerwehr habe derzeit 14 Jugendliche, davon fünf weiblich. Sie leisteten 332 Ausbildungsstunden und nahmen an 19 Übungen teil. Siglreithmayr berichtete weiter über den Kreisjugendfeuerwehrtag, die erfolgreiche Teilnahme am Wissenstest und die Übernahme des Friedenslichts in Tittmoning. Er bedankte sich noch bei Andrea Reichelt für die Mitarbeit in der Jugendarbeit. Zudem ist Reichelt für die Öffentlichkeitsarbeit im Jugendbereich zuständig und bietet seit Jahren in der Chieminger Schule und in den Kindergärten die Brandschutzerziehung. Des Weiteren übernimmt sie seit Jahren die Führungen im Feuerwehrhaus.

Brandschutzwart Martin Leopold junior informierte über den Bereich der 23 Atemschutzträger, die 2019 sieben Einsätze hatten. Er zählte dazu die besuchten Lehrgänge auf und sprach über die absolvierten Übungen. Die Atemschutzträger seien ausgesprochen wichtig, zumal in Chieming heuer ein Erdgasnetz erstellt wird. Bereits jetzt gebe es Schulungen dazu. Eine der Nächsten ist am 3. Februar im Chieminger Feuerwehrgerätehaus.

Bürgermeister Graf würdigte das ehrenamtliche Engagement seiner Feuerwehrler in Chieming, Hart und Ising. Es sei ausgesprochen wichtig, dass die Feuerwehren bestens ausgestattet sind. Ohne Feuerwehren könnten in Chieming keine Großveranstaltungen wie der Triathlon stattfinden, stellte er fest.

Kreisbrandrat Christof Grundner stellte die hohe Verantwortung der Feuerwehren heraus. Sie seien ein sehr wichtiger Sicherheitsfaktor für Gut und Menschen. Er erinnerte an das Schneechaos vor einem Jahr, bei dem bis zu 10 000 Helfer tätig waren. Erfolgreich sei das 2019 erstmals angebotene Jugendzeltlager. Weiter stellte Grundner das umfangreiche Lehrgangsprogramm vor und bedauerte, dass sein Bereich nur etwa 212 Plätze erhalten werde, da er wesentlich mehr bräuchte. Er kündigte für den 21. März die Wiederholung eines Anwerbetags zeitgleich mit anderen Feuerwehren an und gab den Jugendfeuerwehrtag am 18. Juli in Kammer bekannt. OH