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Wenn Salzburg den A8-Verkehr umleitet: So führt das Navi die Reisenden

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Ausdruck eines Navis vom Gebiets zwischen Salzburg und Chiemsee. (Foto: Bürgerinitiative Transitfreies Karlstein)

Bad Reichenhall – Viele Anwohner sind von der Salzburger Entscheidung, den Autobahnverkehr an der Grenze über die umliegenden Straßen umzuleiten, betroffen. Die Bürgerinitiative „Transitfreies Karlstein“ hat recherchiert, wie der Verkehr von den Navigationssystemen tatsächlich geleitet wird.

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Wenn die Salzburger Landesregierung bei Anif (Salzburg-Süd) den Urlauberverkehr nach Berchtesgaden ausleiten lässt, dann sind Marktschellenberg und die Marktgemeinde „erst der Anfang“, so die Initiative in ihrem Pressebericht. Über Bischofswiesen und Bayerisch Gmain werden die Fahrzeugkolonnen von den Navigationssystemen nach Bad Reichenhall geschickt. Von dort aus geht es weiter über Karlstein und am Thumsee entlang entweder Richtung Lofer oder nach Inzell zur Einfahrt der A8 in Siegsdorf.

Die Bürgerinitiative will nicht nur den Berchtesgadener Bürgermeister, sondern alle Gemeindeoberhäupter der an der Strecke liegenden Kommunen und den Landrat zur Reaktion auffordern. Die eigentliche Ursache dieser Misere sind die Grenzkontrollen. Ein Lösungsansatz könne folglich nur hier zu finden sein. Die bayerische Landesregierung und der Verkehrsminister haben ebenfalls reagiert und am Freitag den Bau einer dritten Spur angekündigt.

Der Salzburger Regierung und den Anwohnern ist nichts vorzuwerfen: Sie schützen ihre kleinen Gemeinden und leiten frühzeitig den Verkehr auf bayerisches Gebiet um. Die Staus sind eine Folge bayerischer Politik. Zu tragen haben dies nun die Anwohner. Die Anwohner im Berchtesgadener Land. 

red; Pressemeldung der Bürgerinitiative Transitfreies Karlstein