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Tödlicher Absturz im Hagengebirge: Miesbacher rutscht aus, fällt in die Tiefe und stirbt

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Tödlicher Absturz-Unfall im Hagengebirge am Königssee: Miesbacher fällt in die Tiefe und stirbt
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Blick auf das Hagengebirge: Am Sonntag kam es in den Alpen um den Königssee zu zwei tödlichen Bergunfällen. Am Samstag fiel ein Regensburger am Watzmann rund 150 Meter in die Tiefe, am Sonntag stürzte ein Miesbacher am Unteren Hirschenlauf etwa 70 Meter über einen steilen Hang ab und wurde tödlich verletzt. (Foto: pixabay/Symbolbild)

Schönau am Königssee – Schwerste Verletzungen erlitt ein Bergsteiger aus Miesbach bei einem Absturz über 70 Meter am Sonntagnachmittag im Hagengebirge. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät, er verstarb wenig später. Es ist bereits der zweite tödliche Bergunfall des vergangenen Wochenendes.

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Drei Bergsteiger aus dem Landkreis Miesbach waren am Sonntag im Hagengebirge auf dem sogenannten „Unteren Hirschenlauf“ unterwegs. Sie wollten am Nachmittag noch bis zur Gotzenalm aufsteigen.

Im Aufstieg rutschte einer der Männer, ein 83-jähriger Wanderer, kurz nach 17 Uhr auf dem glitschigen Steig aus und stürzte. Er fiel über einen sehr steilen Wald- und Wiesenhang rund 70 Meter tief in Richtung eines Abwärtsgrabens und erlitt dabei schwerste Verletzungen, an denen er kurz darauf verstarb.

Der Einsatzleiter konnte im Telefonat mit den anderen beiden Wanderern die genaue Absturzstelle eingrenzen. Die Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ nahm auf einer Wiese an der Büchsenalm einen ortskundigen Berchtesgadener Bergretter zum Suchflug auf und brachte dann von der Priesbergalm aus einen Notarzt, Notfallsanitäter und Bergretter am 50-Meter-Rettungstau zum Abgestürzten. Leider konnten die Einsatzkräfte nur noch den Tod des Bergsteigers feststellen.

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Das Bild zeigt die Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ beim Einsatz am Abwärtsgraben im Bereich des Unteren Hirschenlaufs im Hagengebirge. Foto: Bergwacht Berchtesgaden

Die Bergung des Toten in dem äußerst unwegsamen Gelände übernahm die Bergwacht Berchtesgaden. Sie konnte den Leichnam seilgesichert aus dem steilen Graben bergen und mit dem Fahrzeug ins Tal bringen, sodass kein Polizeihubschrauber anfliegen musste. Der Kriseninterventionsdienst kümmerte sich um die betroffenen Begleiter. Ein Polizeibergführer der Berchtesgadener Polizei übernahm die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang.

Bereits am Samstag kam es an der Watzmann-Südspitze zu einem tragischen Unglück, bei dem ein 52-jähriger Bergsteiger aus Regensburg sein Leben verloren hat: Der Mann war beim Abstieg vor Augen seines Sohns rund 150 Meter tief abgestürzt und noch während der Rettungsaktion an seinen Verletzungen gestorben.