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Bub (2) und Mann (65) werden an Bahnübergang von Zug erfasst – beide tot

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Foto: Symbolbild, pixabay

Kochel am See – Bei einem tragischen Unfall an einem Bahnübergang in der Gemeinde Kochel am See starben am Sonntag Vormittag ein 65-jähriger Mann und ein zweijähriger Bub. Die beiden wurden von einem Zug erfasst und waren vermutlich sofort tot.

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Ein 65-jähriger Mann aus dem Loisachtal war kurz nach 10 Uhr mit einem Quad der Marke Kawasaki auf einem Weg zwischen dem Ortsteil Ried und in Richtung des Kochler Moors unterwegs. Hinter ihm auf dem Quad saß ein zweijähriger Bub, ebenfalls aus dem südlichen Landkreis Bad Tölz.

An einem unbeschrankten Bahnübergang der Strecke Tutzing-Kochel wollte der Quadfahrer die Gleise passieren, während sich aus Richtung Benediktbeuern ein Zug der Werdenfelsbahn näherte. Der Zug riss das Quad beim Überqueren der Gleise mit sich. Das Fahrzeug, der Mann und der Bub wurden auf die Böschung und anschließend eine angrenzende Wiese geschleudert. Beide, sowohl der 65-Jährige, als auch der Zweijährige, erlitten tödliche Verletzungen und verstarben noch an der Unfallstelle.

Der Lokführer, ein 32-Jähriger aus dem Tölzer Landkreis kam mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus Bad Tölz. Er wurde offensichtlich nur leicht verletzt. Im Zug befanden sich insgesamt zehn Fahrgäste und neben dem Lokführer noch ein Zugbegleiter. Kein Insasse wurde bei dem Zusammenstoß verletzt. Die Fahrgäste wurden mit Ersatzfahrzeugen an den Zielort gebracht.

Zur Klärung der Unfallursache hat die Staatsanwaltschaft einen Gutachter beauftragt. Neben Einsatzkräften von Landes- und Bundespolizei waren 25 Einsatzkräfte des BRKs mit drei Fahrzeugen und einem Rettungshubschrauber vor Ort. Von den Freiwilligen Feuerwehren Benediktbeuern, Ried und Penzberg waren insgesamt 40 Einsatzkräfte sowie die Landkreisführung im Einsatz.

Der Sachschaden am Triebwagen beläuft sich nach ersten Schätzungen der Bahn auf rund 40.000 Euro, am Quad entstand Totalschaden in Höhe von etwa 5000 Euro. Die einspurige Bahnstrecke war über mehrere Stunden voll gesperrt.