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Die Neuwahlen brachten keine Veränderung an der Spitze der Krieger- und Soldatenkameradschaft Haslach. Den Verein führen nach wie vor (von links) zweiter Vorsitzende Martin Steiner, Kassier Hans Mannhardt, erster Vorsitzender Simon Schreiber und Schriftführer Wolfgang Wallner. (Foto: Buthke)

Krieger- und Soldatenkameradschaft verurteilt Ukraine-Krieg auf das Schärfste

Traunstein – Die Jahreshauptversammlung der Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Haslach im Haslacher Pfarrheim nahm der Vorsitzende Simon Schreiber zum Anlass, um der Opfer, Flüchtlinge und Soldaten in der Ukraine zu gedenken. »Dieser Angriff des russischen Präsidenten Wladimir Putin ist auf das Schärfste zu verurteilen«, betonte er.


Putin handle in keiner Weise anders als Hitler vor über 80 Jahren. »Seien wir zumindest in Gedanken bei den Betroffenen und Opfern«, rief Schreiber die Mitglieder auf, ein Zeichen zu setzen.

Corona habe es schon schwer gemacht, aber dass in Europa seit dem 24. Februar, von Putin veranlasst, ein schrecklicher Krieg herrsche und kein Ende in Sicht sei, verändere Europa, erklärte Traunsteins zweite Bürgermeisterin Burgi Mörtl-Körner. Putin führe einen Krieg, der völkerrechtswidrig und menschenverachtend sei. »Welch ein Leid, denn Krieg kennt nur Verlierer«, so Mörtl-Körner. Gerade deshalb sei es so wichtig, auch der Toten des Ersten und Zweiten Weltkriegs zu gedenken und die Erinnerung an die Toten aus der Heimat wachzuhalten, damit auch immer bewusst bleibe, dass Frieden und Demokratie keine Selbstverständlichkeit seien. Mörtl-Körner sprach der Krieger- und Soldatenkameradschaft Haslach ein großes Lob dafür aus, dass sie ihr Kriegerdenkmal in Eigeninitiative und mit sehr viel Geld des Vereins sehr ansehnlich hergerichtet habe.

Der Bericht des Vorsitzenden fiel relativ kurz aus, da die vorherige Jahreshauptversammlung erst vor einem halben Jahr stattgefunden hatte und aufgrund von Corona seitdem nicht viel los war. Die Feierlichkeiten am Volkstrauertag seien auf Bitten der Stadt abgesagt worden. Das Gedenken sei im Stillen mit der zweiten Bürgermeisterin, einem Vertreter des VdK und einer Abordnung der Bundeswehr abgehalten worden, so Schreiber.

Im Rathaus sei das Ergebnis der Friedhofssammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge bekannt gegeben worden. In der Stadt seien etwa 5400 Euro zusammengekommen. Daran sei die Krieger- und Soldatenkameradschaft Haslach mit rund 750 Euro beteiligt gewesen. Mit 73.470 Euro sei der Landkreis Traunstein Spitzenreiter in Oberbayern. Das Ergebnis der vielen Sammler sei vor allem Gauvorstand Michael Bernauer zu verdanken, der in den vergangenen Jahren fast alle Krieger- und Soldatenkameradschaften dazu gebracht habe, an Allerheiligen für den Volksbund zu sammeln, meinte der Vorsitzende.

Vor allem der Verdienst des Schriftführers Wolfgang Wallner sei es, der mit Unterstützung von Kassier Hans Mannhardt und in Zusammenarbeit mit Sylvia Heinzlmeier die Internetseite des Vereins erstellt habe. Wegen seines Einsatzes im Verein, aber auch im sozialen Bereich wie zum Beispiel im Pfarrgemeinderat als Caritas-Beauftragter der Pfarrei und bei der Traunsteiner Tafel habe die Vorstandschaft Kassier Mannhardt bei der Stadt für das Verdienstabzeichen in Bronze vorgeschlagen. Die Verleihung finde am 1. April statt, sagte Schreiber.

Ergänzend zu den Ausführungen des Vorsitzenden berichtete Schriftführer Wallner von der Verleihung des Ehrenmedaille der Stadt Traunstein an Ehrenvorstand Schorsch Jobst. Am Kriegerdenkmal sei ein Schaukasten für die Totenbilder der Verstorbenen angebracht worden. Schließlich habe die Kameradschaft am Dorfschießen der Schützengesellschaft »Edelweiß« Haslach teilgenommen.

Mit einem Defizit von über 4600 Euro endete das Vereinsjahr 2021. Kassier Mannhardt erklärte dies mit den Ausgaben für die Renovierung des Kriegerdenkmals in Höhe von 8875 Euro. Den Mitgliederstand bezifferte er mit 119, darunter seien fünf Kriegsteilnehmer. Der Verein habe nun 91 aktive und 28 fördernde Mitglieder.

Bei den Neuwahlen wurde die gesamte Vorstandschaft mit dem Vorsitzenden Simon Schreiber, dem zweiten Vorsitzenden Martin Steiner, Kassier Hans Mannhardt und Schriftführer Wolfgang Wallner einstimmig wiedergewählt. Beisitzer wurden wieder Waltraud Rachl, Fritz Deser, Albert Rosenegger und Martin Dichtl junior. Neue Beisitzer sind Walter Breitling und Alfons Schröder. Ausgeschieden ist Hannes Oberauer. Das Amt des ersten Fähnrichs übernimmt Guido Maier von Hans Zwinger. Zwinger verzichtete auf ein Abschiedsgeschenk. Dafür spendet der Verein 50 Euro für die Ukraine. Für Guido Maier wurde Rupert Geistanger zum zweiten Fähnrich gewählt. Kassenprüfer bleiben Stefan Siegerstetter und Martin Thullner.

Bjr

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