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Traunwalchen bekommt einen Dorfladen

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Traunwalchen bekommt einen Dorfladen – in der alten Sparkasse | Traunreut
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In den leer stehenden Räumen der Sparkasse an der Carl-Orff-Straße in Traunwalchen wird schon bald ein Dorfladen einziehen. Betrieben werden wird das Projekt von der Jugendsiedlung Traunreut, die das Konzept in einer Informationsveranstaltung am Mittwoch, 19. Februar um 19 Uhr im Gasthaus zur Auszeit vorstellen wird. (Foto: Rasch)

Traunreut – Die Spatzen pfeifen es von den Dächern: In der früheren Sparkasse an der Carl-Orff-Straße in Traunwalchen soll ein Dorfladen entstehen. Betrieben werden soll er von der Jugendsiedlung Traunreut. Dazu findet am Mittwoch, 19. Februar um 19 Uhr im Gasthaus zur Auszeit eine Informationsveranstaltung mit dem Titel »Konzept und Zukunft Traunwalchner Dorfladen« statt.


Durch den Abend führt Alois Glück, Landtagspräsident a.D., der sich mit Stadtrat Hans Jobst (CSU) für das Projekt stark gemacht hat. Das Betreiber-Konzept wird der Geschäftsführer der Jugendsiedlung gGmbH, Heiner Roth, erläutern. Zudem werden Wolfgang Gröll vom Dorfladennetzwerk »New Way« und Andreas Weisshaupt von der Jugendsiedlung das Dorfladen-Konzept grundsätzlich vorstellen.

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Laut Roth will die Jugendsiedlung so schnell wie möglich starten. In dem Dorfladen sollen junge Menschen mit Förderbedarf zu Einzelhändlern ausgebildet werden. »Wir wollen lieber heute als morgen loslegen«, sagte Roth dem Traunsteiner Tagblatt.

Der Umbau der früheren Sparkasse läuft bereits. Roth geht davon aus, dass der Dorfladen im Mai/Juni eröffnet. Auf 130 Quadratmetern soll ein Grundsortiment an Lebensmitteln angeboten werden. Die Jugendsiedlung Traunreut bietet neben Verkauf auch die Bereiche Farb- und Raumgestaltung, Garten, Gastronomie, Friseur, Hauswirtschaft, Holz, Lagerverwaltung, Metall und Recycling an.

Jeder Auszubildende wird individuell gefördert von einem erfahrenen Team von Ausbildern, Sozialpädagogen und Lehrern. Während ihrer Ausbildung besuchen die Azubis die Berufsschule der Jugendsiedlung. Bei Bedarf besteht auch die Möglichkeit, im Wohnheim am Frühlinger Spitz zu wohnen.

Mit dem neuen Dorfladen werden zum einen Ausbildungsplätze geschaffen, zum anderen profitiert der Ort, dem seit Juni 2018 ein Lebensmittelnahversorger fehlt. Nachdem der Pächter nach 17 Jahren aus gesundheitlichen Gründen gekündigt hatte, hatte der Ladenbesitzer sich erfolglos um einen Nachfolger bemüht. Daraufhin hatten Alois Glück und Hans Jobst ihre Fühler ausgestreckt. Mit der Sparkasse wurde sich die Jugendsiedlung schließlich einig. Mit dem Projekt besteht jetzt die Chance einer Grundversorgung mit Lebensmitteln und Artikeln des täglichen Bedarfs – aber nur, wenn die Bevölkerung auch dahinter steht. ga


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