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Stefan Kattari ist jetzt offiziell Bürgermeisterkandidat

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Grassau: Stefan Kattari ist jetzt offiziell Bürgermeisterkandidat
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Ganz oben auf der Liste für die Gemeinderatswahl stehen (von links) Franz Heuberger (Platz fünf), Marina Gasteiger (Platz zwei) Bürgermeisterkandidat Stefan Kattari (Platz eins), Katharina Schmuck (Platz vier) und Olaf Gruß (Platz drei). (Foto: Eder)

Grassau – Stefan Kattari ist nun offiziell Bürgermeisterkandidat der SPD in Grassau. Einstimmig haben ihn die Mitglieder in der Aufstellungsversammlung im kleinen Heftersaal nominiert. Kattari hatte schon vor Monaten angekündigt, dass er ins Rennen um den Chefsessel im Rathaus gehen will – womit er in SPD-Kreisen sogleich auf Zustimmung stieß.


Die SPD-Mitglieder bestimmten jetzt auch die Kandidaten für die Gemeinderatswahl. SPD-Ortsvorsitzender Tobias Gasteiger ist überzeugt, mit diesem Wahlvorschlag und einem Mix aus Jung und Alt, Frauen und Männern ein gutes Ergebnis erzielen zu können.

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Den heute 37-jährigen Stefan Kattari hat schon immer alles fasziniert, wie er sich vorstellte, was draußen lebt. Und so erhielt er bereits mit elf Jahren den Umweltpreis der SPD. Nach dem Biologiestudium und einiger Zeit als Mitarbeiter an der Universität wechselte er als Diplom-Biologe zum Ökomodell Achental. Seit vier Jahren leitet er das Klaushäuslmuseum Salz und Moor. Besonders freue es ihn, wie er sagte, dass das Volksbegehren »Rettet die Bienen« auf so großen Widerhall gestoßen sei. Verantwortung zu übernehmen sei wichtig und ziehe sich wie ein roter Faden durch sein Leben. »Nun möchte ich Verantwortung für Grassau übernehmen«, so Kattari. In den letzten Monaten habe er als designierter Kandidat viel Unterstützung erhalten, die ihm Kraft gibt.

Man stehe vor drei großen Herausforderungen: Wohnen, Umwelt, Ehrenamt. Fläche sei nicht vermehrbar. Es gebe konkrete Vorstellungen, wie Fläche und Raum besser genutzt werden können – und dies sei entscheidet für das Aussehen des Orts.

Im Bereich Umwelt habe Grassau durch das Leuchtturmprojekt Wärmeversorgung einiges geleistet. Die Frage sei künftig weiterhin, was Grassau unternehmen kann, um das »Zwei-Grad-Klimaziel« Erderwärmung bis 2100 einzuhalten. Wie die Gesellschaft aussehen soll, hänge auch vom Ehrenamt ab. Kattari möchte das Ehrenamt unterstützen. So denke er auch an die Bildung einer Ehrenamtsstelle im Rathaus.

Die vergangenen Jahre im Marktgemeinderat hätten ihn begeistert. Er berichtete von der freundschaftlichen Zusammenarbeit, kontroversen Diskussionen, die letztlich zum Kompromiss und zur Einigung führten. Diese »fantastische Leistung« sei ein Verdienst von Bürgermeister Rudi Jantke. Kattari betonte, dass er sich in die Riege der Bürgermeister Raimund Schupfner und Rudi Jantke einreihen und die erfolgreiche Arbeit der SPD-Bürgermeister in den vergangenen 34 Jahren fortführen wolle.

Ein Grund für große Freude sei, so Bürgermeister Rudi Jantke, der aus seinem Amt ausscheidet, dass die SPD mit einem sehr guten Kandidaten für die Wahl des Gemeindeoberhaupts antrete. In den vergangenen Jahren habe Kattari im Marktgemeinderat kommunalpolitische Kompetenz erhalten, sei im Rat anerkannt und habe sich großes Ansehen erworben. Als Museumsleiter habe Kattari Führungsqualitäten bewiesen, so Jantke. »Ich kann mit einem guten Gefühl in den Ruhestand gehen.«

20 Kandidaten, darunter auch neun Frauen, kann die SPD Grassau bei der Kommunalwahl präsentieren. Stefan Kattari rangiert auf dem ersten Platz. Hinter ihm folgen: Marina Gasteiger, Olaf Gruß, Katharina Schmuck, Franz Heuberger, Sonja Fischer, Mario Kljajic, Anette Grimm, Dr. Hans Grabmüller, Ale-xandra Bachmeir, Richard Schreiner, Marie Kastner, Julian Denk, Alice Gruß, Baltasar Wandinger, Katharina Geiser-Bauer, Peter Biebl, Roswitha Schreiner, Michael von Heimendahl und Tobias Gschöderer. Ersatzkandidaten sind Dr. Dieter Hahn, Ronald Spaltmann und Sigrid Kattari.

Der SPD-Ortsverein würdigte das Engagement der Räte, die nicht mehr antreten. Jantke kam 1990 in den Marktgemeinderat und wurde 2002 zum Bürgermeister gewählt. Seit nunmehr fast 18 Jahren lenkt er die Geschicke der Gemeinde. Auch Hans Hornberger wurde 1990 in den Marktgemeinderat gewählt und ist dort seit fast 30 Jahren aktiv. Auf 18 Jahre Marktgemeinderat kann Herbert Gschöderer zurückblicken, seit zwei Amtsperioden hat Alfred Körner Sitz und Stimme im Gremium. tb

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