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Grassauer Schule wird weiter wachsen

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GRassau: Schule wird weiter wachsen
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Die Schulcontainer sind bereits mit mehreren Klassen bezogen. Sobald die große Sanierungsphase startet, werden weitere Container als Klassenzimmer dienen. (Foto: Eder)

Grassau – Laut Schulleiter Johannes Zeitel wird die Grassauer Grund- und Mittelschule in den nächsten Jahren auf 580 Schüler anwachsen. Über die Sorgen der Schule, den laufenden Schulbetrieb wie auch die Beeinträchtigungen durch das Schulprojekt berichtete der Schulleiter in der Schulverbandssitzung.


Zunächst aber informierte der Vorsitzende des Schulverbands, Bürgermeister Rudi Jantke, über das laufende Schulprojekt. Der Turnhallenneubau sei abgeschlossen und habe mit Kosten von 5,6 Millionen Euro fast eine Punktlandung hingelegt. Die sechsprozentige Überschreitung der Kostenschätzung liege vor allem an den Sonderwünschen.

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Die Architekturleistungen für das neue Schulgebäude wurden ausgeschrieben. Die Bewerbungen von sieben Büros werden derzeit geprüft. Die Barrierefreiheit der Schule wurde bereits vor zwei Jahren hergestellt und mit 90 Prozent staatlichem Zuschuss gefördert.

Das gesamte Schulprojekt mit Turnhallenneubau, Schulgebäudeneubau und Generalsanierung des Bestands wird auf etwa 15 Millionen Euro geschätzt. Laut Jantke sei mit einer Förderung von 50 Prozent zu rechnen. Da Teile des Schulgebäudes durch den Wasserschaden nicht benützt werden können, wurden bereits Schulcontainer aufgestellt. Sobald die Sanierung beginnt, werde nochmals die gleiche Anzahl von Schulcontainern notwendig. Voraussichtlich werde Mitte des Jahres mit den Arbeiten begonnen.

Der Umzug in die Schulcontainer habe den Schulbetrieb schon etwas beeinträchtigt, erklärte Schulleiter Zeitel. Sehr positiv angenommen werde die neue Turnhalle. Derzeit werden 557 Schüler unterrichtet. Entsprechend der Geburten werde die Schülerzahl in den nächsten Jahren in Richtung 580 steigen, prognostiziert der Schulleiter. Der Bedarf aber auch die Akzeptanz der offenen Ganztagesschule wachse, auch da es als pädagogisches Angebot gesehen werde, so Zeitel.

Stolz zeigte er sich, dass viele Projekte an der Schule organisiert werden, darunter der Flüchtlingstruck, der derzeit Station in Grassau mache, aber auch Autorenlesungen, der Afrikatag und vieles mehr. Große Sorge bereite ihm der Lehrermangel im Grundschulbereich. Wenn sich dieser noch verschärfe, könnte es passieren, dass Klassen zusammengelegt werden müssen.

Probleme gebe es auch mit der Baustelle. Der Raummangel sei vorhanden, und auch die Aula sei nicht nutzbar, die Gänge seien in einem schlechten Zustand. Eltern hätten jetzt schon selbst die Wände gestrichen. Zeitel hofft auf eine baldige Sanierung. Von Vorteil sei, dass die Containerklassenräume relativ groß seien, was für den Unterrichtsalltag notwendig ist. Zur Sanierung erklärte Jantke, dass diese mit viel Bürokratie einhergehe und die Gemeinde ständig dahinter sei, das es vorwärtsgehe. Vor einer Zuschusszusage könne aber nicht begonnen werden.

Ob die Gemeinde hinsichtlich des Lehrermangels aktiv werden könne, interessierte Schulverbandsrat Dr. August Trimpl. Das Problem sei laut Zeitel, dass es einfach keine Lehrer gebe. Von einer Besetzung der Lehrerstellen mit nicht ausgebildeten Lehrern halte er nichts. Grundschullehrer sei ein Knochenjob. Jantke fügte hinzu, dass eine gerechte Entlohnung der Grundschullehrer notwendig sei. Das Problem werde die Gemeinde nicht lösen können.

Einstimmig angenommen wurde die Haushaltssatzung des Schulverbands für das Jahr 2020. Im Verwaltungshaushalt schließen die Einnahmen und Ausgaben mit 1,14 Millionen Euro und im Vermögenshaushalt mit 62 000 Euro. Gedeckt werden die Kosten durch die Umlagen der Mitgliedsgemeinden. Grassau zahlt eine Umlage von 637 200 Euro, Staudach-Egerndach von 114 172 und Marquartstein von 95 000 Euro an den Schulverband.

Dem erweiterten Schulverbund gehören neben Übersee auch Unterwössen, Reit im Winkl und Schleching an. Aus Übersee werden alle Mittelschüler in Grassau beschult, insgesamt 82. Hierfür zahlt Übersee 153 000 Euro. Aus Unterwössen – die selbst eine Mittelschule, jedoch keinen M-Zweig hat – kommen acht Schüler. Entsprechend beteiligt sich Unterwössen mit 15 000 Euro an den Kosten und Reit in Winkl leistet für sieben Schüler einen Beitrag von 13 000 Euro.

Auch die Investitionskosten werden anteilig auf die Mitgliedsgemeinden umgelegt. Grassau trägt entsprechen der hohen Zahl für 334 Schüler den Löwenanteil von knapp 40 000 Euro. Staudach-Egerndach beteiligt sich mit 7100 Euro und Marquartstein mit knapp 5000 Euro. Übersee leistet einen Beitrag von knapp 9000 Euro, Unterwössen von 868 Euro und Reit im Winkl von 760 Euro. tb


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