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Waltraud Hübner als Bürgermeisterkandidatin nominiert

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Waltraud Hübner will Bürgermeisterin in Grabenstätt werden
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Nach dem Willen der CSU Grabenstätt soll Waltraud Hübner im kommenden Frühjahr den langjährigen Bürgermeister Georg Schützinger (links/seit 35 Jahren im Amt) beerben. Mit ihr freuten sich in der öffentlichen Aufstellungsversammlung auch CSU-Kreisvorsitzender Siegfried Walch (rechts) und CSU-Ortsvorsitzender Maximilian Wimmer. (Foto: Müller)

Grabenstätt – Der CSU-Ortsverband Grabenstätt geht mit Bürgermeisterkandidatin Waltraud Hübner in die Kommunalwahl 2020. In der Aufstellungsversammlung im Gasthof Zur Hirschauer Bucht entfielen 40 der 41 Stimmen auf die 44-jährige Grabenstätterin. Die Wahl leitete CSU-Kreisvorsitzender und Landrat Siegfried Walch.


Vor einem halben Jahr war Hübner bereits vornominiert worden. Im Rennen um den frei werdenden Rathausstuhl muss sie sich mit dem designierten Bürgermeister-Kandidaten der Bürgergruppe Gerhard Wirnshofer duellieren. Der Erlstätter warf vor kurzem seinen Hut in den Ring, ist aber noch nicht offiziell aufgestellt. Ob die Freien Wähler mit einem eigenen Kandidaten nachziehen, ist unklar.

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»Ich will Bürgermeisterin werden, um noch aktiver und intensiver meine Heimatgemeinde gestalten zu können als bisher schon im Ehrenamt«, betonte die gelernte Bankkauffrau Hübner, die seit 22 Jahren verheiratet ist und drei Töchter im Alter von 19, 16 und 13 Jahren hat. Die insgesamt rund 60 Vereine in der Gemeinde und das darüber hinaus gehende, gute Miteinander seien für ein funktionierendes Dorfleben ganz wichtig, so Hübner.

Seit 2014 gehört Hübner dem Gemeinderat an. Für einen sicheren Schulweg der Kinder habe sie bereits in ihrer achtjährigen Tätigkeit im Elternbeirat gekämpft, umso mehr freue sie sich, dass die Ampeln in der Grabenstätter und Erlstätter Ortsmitte zeitnah installiert würden, so Hübner. Um die Kindergartenstandorte und die Grundschule zu sichern, sei es immer wieder nötig, »bezahlbaren Wohnraum für junge Familien« anbieten zu können, wie zuletzt an der Meckenheimer Straße in Grabenstätt. Sie denke aber auch an neue Wohnmodelle.

Ganz wichtige Themenbereiche sind für Hübner auch die Jugend- und Seniorenarbeit. Die Gemeinde werde auch unter ihrer Führung »ein verlässlicher Partner für Gewerbe, Handel und Handwerk bleiben«, versicherte sie. Es sei wichtig, langfristig Gewerbesteuereinnahmen zu generieren und Ausbildungs- und Arbeitsplätze vor Ort zu erhalten. Sie werde auf notwendige Investitionen für die Infrastruktur, den Hochwasserschutz, den Breitbandausbau, das Geh- und Radwegenetz sowie die Erlstätter Dorferneuerung drängen, ohne dabei die soliden Gemeindefinanzen aus den Augen zu verlieren. Zudem will Hübner in der Gemeinde mehr für den Klimaschutz tun.

Der neue CSU-Ortsvorsitzende Maximilian Wimmer sprach von einer Zeit der Veränderungen und des Umbruchs. Die CSU-Vorstandschaft sei zuletzt personell erneuert und die Junge Union bereits im Vorjahr reaktiviert worden. Für die Kommunalwahl 2020 versprach Wimmer eine Gemeinderatskandidatenliste »mit einem guten Mix aus Jungen und Erfahrenen«. Man wolle auch unbedingt jemanden aus der JU ins Gremium bringen, so Wimmer.

»Was Du in den vergangenen 35 Jahren geleistet hast, davor kann man nur den Hut ziehen«, lobte Wimmer unter stehenden Ovationen den scheidenden Bürgermeister Georg Schützinger, für den sein Amt »Berufung und Lebensinhalt ist, sieben Tage die Woche«. »Der ganze Landkreis sieht, wo Grabenstätt steht«, lobte auch CSU-Kreisvorsitzender Walch die Verdienste Schützingers, der sein Amt 1984 antrat – also in dem Jahr, in dem der Landrat geboren wurde. An Waltraud Hübner gewandt, meinte Walch: »Die Fußstapfen sind groß, aber ich bin überzeugt, du wirst deinen Weg gehen und deine eigenen Fußstapfen hinterlassen«. mmü