Die Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Martha Gruber aus Truchtlaching, bescheinigte dem Zweckverband einwandfreien Betrieb, Verwaltung und Kassenführung. Anschließend folgte die Genehmigung der über- und außerplanmäßigen Ausgaben des Jahres 2024.
Besonders erfreulich war die positive Haushaltsentwicklung im Bereich der Einnahmen für Dienstleistungen, wie die technische Betreuung von Versorgungsnetzen außerhalb des Verbandsgebiets und die damit verbundene, geringere Rücklagenentnahme. Die Restkosten des Neubaus der Lagerhalle in Siedenberg fielen um rund 25 000 Euro geringer als angenommen aus. Der Genehmigung der über- und außerplanmäßigen Ausgaben wurde ohne Gegenstimme zugestimmt, sodass die Jahresrechnung festgestellt und die Entlastung erteilt wurde.
Im nächsten Tagesordnungspunkt wurde der Erweiterung des Auftrags zur Sanierung sowie der Neu-verlegung der Trinkwasserhauptleitung in der Harter Straße und Schlossstraße im Ortsteil Sondermoning zusammen mit dem Straßenausbau der Gemeinde Nußdorf zugestimmt.
Im Rahmen der letzten Verbandsversammlung im Februar wurde eine Reduzierung der Zahl der Verbandsräte vorberaten. Die nun beschlossene Änderung der Verbandssatzung ermächtigt die Mitgliedsgemeinden, nach der Kommunalwahl nicht mehr je 30 000 Kubikmeter verkaufter Wassermenge einen Verbandsrat zu bestimmen, sondern je 40 000 Kubikmeter. Das Gremium reduziert sich somit um etwa vier Personen auf 14 Mitglieder.
Daraufhin stellte Graf die Gebührenkalkulation aufgrund der Zahlen der Jahre 2022 bis 2024 vor. Die Verbandsversammlung beschloss, die Trinkwassergebühr ein weiteres Jahr bei 1,35 Euro je Kubikmeter (1.000 Liter) zu belassen und den künftigen Kalkulationszeitraum auf vier Jahre festzulegen. Grund ist die geplante Einführung des Wassercents, der 2027 vom Zweckverband für den gepumpten Kubikmeter Grundwasser erhoben wird, aber derzeit in der Kalkulation noch nicht berücksichtigt werden darf. Dieser wird an die Abnehmer weitergegeben, um Leitungssanierungen finanzieren zu können. Wie der Wassercent wieder verteilt wird, ist noch nicht abschließend erkennbar.
Der Kalkulationszeitraum läuft somit von 2022 bis 2025, sodass eine Gebührenanpassung zum 1. Januar 2027 erfolgt. Der künftige Finanzbedarf für Sanierungen der Brunnen und Bauwerke und des Leitungsnetzes liegt in den Jahren 2027 bis 2029 bei angenommenen 1,0 bis 1,2 Millionen Euro. Hier sind Kosten der jährlichen Erneuerung des Leitungsnetzes sowie der nötigen Sanierung des Hochbehälters in Siedenberg, der Rohrnetzüberwachung, der Steuerungstechnik und die steigenden Personalkosten berücksichtigt.
Für das kommende Jahr stellte Geschäftsleiter Thomas Kehr die Sanierung der Trinkwasserhauptleitungen im Ortsteil Tabing und Manholding in der Gemeinde Chieming vor, die einstimmig beschlossen wurde. Beim Bericht über den allgemeinen Geschäftsbetrieb informierte er über die Abgabe der Meldungen zur Trinkwassereinzugsgebietsverordnung von fünf Trinkwassergewinnungsgebieten ans Landratsamt Traunstein. Weiter berichtete er über laufende oder abgeschlossene Sanierungen am Leitungsnetz in den Ortsteilen Pattenham, Egerer, Hart, Sondermoning und im Bereich der Irmingardstraße in Chieming. Ein weiterer Punkt ist die Abschaltung des 2G-Netzes der Telekom und die damit verbundene Erneuerung der Übermittlungsstationen im Versorgungsnetz.
Graf informierte noch über den Versand der Zählerablesekarte, berichtete von über 60 Prozent Rücklaufquote bei der Nutzung des QR-Codes und der Meldung über die Internetplattform der Harter Gruppe. fb


