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Der neu gewählte Vorstand und Beirat der Lebenshilfe Traunstein e.V. (von links): Klaus Mairhofer, Helga Pickenhan, Maria Müller, Josef Schärtl, Wolfgang Maier, Evelyn Scharrer, Brigitte Kotter, Winfried Hochaus. Es fehlen: Florian Mengele, Andrea Hatzl.

Wolfgang Maier bleibt Vorsitzender der Lebenshilfe Traunstein e.V.

Bergen – Wolfgang Maier wird auch in den nächsten drei Jahren die Geschicke der Lebenshilfe Traunstein e.V. als erster Vorsitzender leiten. Neben den Neuwahlen für Vorstand und Beirat standen einige formelle und informelle Themen auf der Tagesordnung der Mitgliederversammlung in Bergen.

In seinem Rückblick auf das vergangene Jahr meinte Maier, dass trotz der insgesamt schwierigen Situation mit den Themen Corona, Personalmangel und steigende Kosten auch eine Menge Positives geschaffen und umgesetzt worden sei. Als Beispiel nannte er die parallel laufenden und auch abgeschlossenen Baumaßnahmen in Unterwössen und Waging, wo neben insgesamt 41 Plätzen für das gemeinschaftliche Wohnen für Menschen mit Behinderung auch vier Sozialwohnungen und der Inklusionsbetrieb »Café/Bistro am Rathaus« entstanden. Wolfgang Maier stellte außerdem klar, dass trotz Übernahme des operativen Geschäfts durch die Lebenshilfe Traunstein gGmbH und die Chiemgau Lebenshilfe Werkstätten gGmbH als jeweils rechtlich selbstständige Einheiten nach wie vor der Verein und die Kreisvereinigung die Basis und den Träger der Lebenshilfe Traunstein darstellen.

Vor den turnusgemäßen Wahlen bedankte sich Maier beim Vorstandsmitglied Irmgard Eidner, die sich nicht mehr zur Wahl stellte, für ihr langjähriges Engagement bei der Elternvereinigung.

In seiner Funktion als zweiter Vorsitzender wurde Florian Mengele ebenso wie Kassier Winfried Hochhaus von der Versammlung bestätigt. Neu in den Beirat wurde Josef Schärtl als Nachrücker gewählt. Dass der Verein Lebenshilfe auf langjährige Unterstützer zählen kann, zeigte sich in der Ehrung von Katharina Glück für 40-jährige Mitgliedschaft und bei Christl Hartenstein und Helga Pickenhan für 25 Jahre.

Die von Maier zu Beginn angesprochene Weiterentwicklung von Angeboten für Menschen mit Behinderung verdeutlichte unter anderem Birgit Perschl, die als Beraterin für die »Gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase« bei der Lebenshilfe Traunstein tätig ist und ihre Arbeit und bisherigen Erfahrungen darstellte.

Das umfangreiche Leistungsspektrum der Lebenshilfe Traunstein stellten die beiden Geschäftsführer Annemarie Funke (Lebenshilfe Traunstein gGmbH) und Dr. Jens Maceiczyk (Chiemgau-Lebenshilfe-Werkstätten gGmbH) vor. Neben dem Fachkräftemangel, so Funke, sei es die große Herausforderung, die Angebote fortlaufend den rechtlichen, politischen und gesellschaftlichen Anforderungen anzupassen. Viel sei hier schon in den letzten Jahren passiert, aber es sei absehbar, dass diese Entwicklung auch in Zukunft so weiterlaufen werde.

In eine ähnliche Richtung gingen die Ausführungen von Dr. Maceiczyk, der zudem auf aktuelle Tendenzen in der Politik einging, die sich sehr kritisch mit der allgemeinen Situation der Werkstätten für Menschen mit Behinderung auseinandersetzen. Er appellierte, nicht über die Köpfe der Betroffenen selbst hinweg Beschlüsse zu fassen. Mit der Schaffung von Inklusionsbetrieben wie der »Chiemgau-Kiste« und der »Chiemgau-Maßarbeit« sei man zudem auf einem guten Weg, Menschen mit Behinderung in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu integrieren.

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