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Olympisches Dorf: Inzell in der engeren Auswahl

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In der Max-Aicher-Arena in Inzell entstünde ein Teil des gigantischen Pressezentrums für rund 10 000 an verschiedenen Standorten erwartete Medienvertreter. (Foto: Bauregger)

Inzell. In der jüngsten Gemeinderatssitzung informierte Bürgermeister Martin Hobmaier die Gemeinderäte über den Stand der Beratungen zur erneuten Bewerbung für die Winterolympiade mit Paralympics im Jahr 2022. In der modifizierten Planung sind nunmehr auch Inzell, Ruhpolding, Reit im Winkl und Siegsdorf mit berücksichtigt. Um auch die Bürger der Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land mit einzubinden, wird es noch in diesem Jahr, am 10. November, Bürgerentscheide hier, in München und in Garmisch-Partenkirchen zur Bewerbung geben.


Laut Hobmaier sieht das abgeänderte Konzept vor, dass die Region südlicher Chiemgau nun offiziell zu den Bewerberregionen mit aufgenommen wird. Inzell, Siegsdorf und Ruhpolding stehen sogar in der engeren Auswahl für den Standort des Olympischen Dorfes. Insgesamt sieht die Planung etwa 100 Wettkämpfe an maximal 13 Sportstätten vor. Die Langlauf-Wettbewerbe fänden auf alle Fälle im Raum Inzell, Reit im Winkl und Ruhpolding statt, Biathlon in jedem Fall in der Chiemgau-Arena am Zirmberg. In Garmisch wären die Sprungwettbewerbe, die Nordische Kombination, die Alpin- sowie die Snowboard-Wettbewerbe vorgesehen. In Berchtesgaden bleibe es bei Skeleton und Bob. München würde temporär eine Eishalle aufbauen. Zudem gibt es Überlegungen für Wettbewerbe im Münchner Olympiapark. Hobmaier betonte, dass der Status der Max-Aicher-Arena als Eisschnelllaufstützpunkt trotz des Baus der Eishalle in München auch nach der Olympiade nicht gefährdet wäre. In der Inzeller Halle würde ein Teil der geforderten 65 000 Quadratmeter Fläche für die auf die drei Regionen verteilten Mediencenter realisiert. Immerhin werden etwa 10 000 Medienvertreter aus aller Welt erwartet. Die weiteren Planungen gehen von 5000 Sportlern mit 20 000 Helfern und 19 000 Sicherheitskräften aus. Es sollen 1,6 Millionen Tickets vermarktet und etwa 3 Milliarden Fernsehzuschauer in aller Welt informiert werden. Die Abstimmungsgespräche zwischen der Stadt München und den anderen beteiligten Regionen laufen laut Hobmaier bereits seit Mai. Der Zeitplan sieht weiter vor, dass nun die Bevölkerung am 10. November mit einem Bürgerentscheid befragt wird. Wenn 10 Prozent oder 13 000 Wahlberechtigte hier positiv entscheiden, bewirbt sich die Bewerbergemeinschaft offiziell bis zum 13. November.

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Im März 2014 muss dann das »Mini Bid Book« und im Januar 2015 das endgültige »Bid Book« mit detaillierten Angaben zur Bewerbung, vorgelegt werden. Sollte die Bewerbung Erfolg haben, werden nach Einschätzung Hobmaiers sicher alle verfügbaren Bettenkapazitäten bis in den beiden Landkreisen Traunstein und Berchtsgadener Land, bis hinein in den Bereich Rosenheim gebraucht. Für die Durchführung wäre es nicht notwenig, neue Sportanlagen zu errichten. Die bestehende Infrastruktur müsste laut Hobmaier lediglich ertüchtigt werden. wb