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Olympiabewerbung für 2022 soll optimiert werden

Ruhpolding. Erneut stand die Bewerbung für die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2022 auf der Agenda der jüngsten Gemeinderatssitzung. »Nur wenn wir eine grundsätzliche Mehrheit in der Bevölkerung zusammenbringen, macht die Bewerbung einen Sinn«, so Bürgermeister Claus Pichler in seiner Zusammenfassung.

Mit den Biathlonwettbewerben könnten die olympischen Ringe 2022 nach Ruhpolding kommen. Dies aber nur, wenn sich die Gemeinde bewirbt und gleichzeitig München den Zuschlag erhält.

Zuvor ging Pichler auf die »Optimierung und Ausarbeitung des Konzepts für eine mögliche Bewerbung Münchens« ein. In diesem Konzept sei vorgesehen, dass in der Landeshauptstadt die Eissportdisziplinen stattfinden sollen, in Garmisch-Partenkirchen die Alpinwettbewerbe, am Königsee der Bob- und Rodelsport, Ruhpolding ist für den Zuschlag der Biathlonwettkämpfe vorgesehen und im Inzeller Eisstadion soll das Medienzentrum platziert werden. Zwischenzeitlich sei ein Büro beauftragt worden, nach geeigneten Strecken für den Langlauf zu suchen. »Die Suche erstreckt sich auf drei Gemeinden«, bestätigte der Rathauschef.

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Noch nicht endgültig geklärt sei die Unterbringung der Athleten. Hier regte Pichler an, dass auf bestehende Gebäude zurückgegriffen werde. Eventuelle Neubauten müssten dann allerdings so konzipiert sein, dass von einer »Nachhaltigkeit ausgegangen werden kann«. Für ihn sei oberste Prämisse, dass »mit Maß und Ziel vorgegangen wird«.

Der Deutsche Olympische Sportbund habe außerdem signalisiert, dass die Entscheidung für eine Olympiabewerbung nur dann stattfinden dürfe, wenn das Ergebnis einer Bürgerbefragung aus den Bewerbergemeinden vorliege. Auf Wunsch von Landrat Hermann Steinmaßl soll diese Befragung allerdings zusätzlich auf den ganzen Landkreis ausgedehnt werden.

Die Bürgerbefragung soll am 10. November stattfinden und bis dahin müssen alle über die notwendigen Informationen, Fakten und Grundlagen verfügen, die für eine Bewerbung notwendig sind. »Nur wenn wir in der Bevölkerung eine grundsätzliche Mehrheit zusammenkriegen, macht die Bewerbung einen Sinn«, so Pichler. »Es geht jetzt darum, aus den Fehlern bei der Bewerbung für die Spiele 2018 zu lernen«.

Auf die Frage, wer die Kosten für die Bewerbung übernehme, gab der Rathauschef bekannt, dass hier auch der überregionale »Tourismustopf gefordert ist, denn Olympische Spiele haben einen touristischen und werbewirksamen Effekt für die ganze Region«. Sponsorengelder seien allerdings zu erwarten. Abschließend betonte Pichler, alle ihm vorliegenden, neuen Infos umgehend an den Gemeinderat weiterzugeben. Die Wahl des Austragungsortes soll dann im Juli 2015 erfolgen. hab