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Die neue Visitenkarte Traunsteins: Bau und Gestaltung des Salinenparks vorgestellt

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Salinenpark Traunstein
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Hier soll rechtzeitig zur Feier „400 Jahre Soleleitung“ im kommenden Jahr der Traunsteiner Salinenpark stehen. Foto: Wittenzellner
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Otto Huber (l.) vom Förderverein Alt Traunstein erläutert die Planungen für den Salinenpark. Rechts im Bild Oberbürgermeister Christian Kegel.

Traunstein – Im Rahmen eines Pressegespräches informierten die Stadtverwaltung, der Förderverein Alt Traunstein und die beauftragten Architekten über die Pläne für den Salinenpark Traunstein mit seinen geplanten Grünflächen, dem Freilichtmuseum und den vorgesehenen Gärten.


Traunstein und Salz – die beiden gehörten über viele Jahrhunderte zusammen. Vor fast 400 Jahren, im Jahr 1619, nahm die Saline ihren Betrieb auf. Die benötigte Sole kam dabei aus Bad Reichenhall. Das flüssige Salz, die Sole, wurde in Deicheln von Bad Reichenhall zur Saline nach Traunstein gepumpt.

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Viel ist davon nicht mehr übrig geblieben, 1912 war endgültig Schluss mit der Salzgewinnung in Traunstein, der Betrieb in der Saline wurde eingestellt. Geblieben sind historische, unter Denkmalschutz stehende Bauten, wertvolle Exponate und der Plan, die 400-jährige Salzgeschichte in Traunstein mit der Soleleitung von Bad Reichenhall nach Traunstein im Jahr 2019 umfangreich zu würdigen. Offiziell soll das Salzjubiläum im Juli kommenden Jahres gefeiert werden. Im August ist dann eine Festwoche zum Thema geplant.

„Das Projekt ist maßgeblich für die Zukunft Traunsteins und nicht nur für die Vergangenheit“, betonte Oberbürgermeister Christian Kegel und ergänzte: „Der größte Schatz unserer Stadt ist die Geschichte“. Die wolle man mit dem Salinenpark zeigen. Er dankte dem Förderverein für das finanzielle und konzeptionelle Engagement und dem Entwickeln der Park-Idee zum Wohle der Traunsteiner Bürger und der Stadt. Sein Dank galt auch den Traunsteiner Stadträten für das Mittragen des Projektes. Am Platz der früheren und inzwischen abgerissenen Turnhallen des TV Traunstein blicke er gleichzeitig mit Wehmut zurück, freue sich aber, dass der Verein in der im Bau befindlichen Turnhalle am Annette-Kolb-Gymnasium seine sportliche Heimat gefunden habe.  

Erster Vorsitzender des Fördervereins Alt Traunstein, Richard Kraft sagte es sei gar nicht so einfach wenn man eine Million Euro als zweckgebundene Spende bekomme. Er ging nochmal auf die früheren kursierende Pläne ein, die auf dem Areal ein Hotel vorsahen, bevor über den Ensembleschutz klar wurde, dass man hier auf historische Belange Rücksicht nehmen müsse. In den Diskussionen über eine Bebauung des Areals war damals immer wieder darauf hingewiesen worden, dass man nach dem Turnhallenabriss eine freie sicht auf die historischen Fassaden der Werkswohnungen der Salinenarbeiter bekomme.

Die Spende des öffentlich nicht bekannten Dritten an die Stadt Traunstein habe den Grundstückskauf ermöglicht, mit den verbleibenden 400.000 Euro habe man sich finanziell „gut rausgesehen“. Eine Reichenbachpumpe, die man vom Chemiepark Gendorf geschenkt bekomme, erfordert nun aber den Bau eines Glashauses mit Keller für die weltweit einzige noch funktionierende Pumpe.

Park soll „die Herzen erfreuen“

Landschaftsarchitektin Andrea Gebhard ging auf die ökologische Funktion des Parks ein, der aber auch die „Herzen erfreuen“ solle. Neben der optischen Freilegung des Geländes durch das Abschneiden der Hecke solle ein Salinengarten entstehen, in dem Kräuter, die von heimischen Apothekern betreut werden angepflanzt werden. Bürger sollen künftig die Natur im Obstgarten genießen. In die Pflanzenauswahl werde auch der Botanische Garten München-Nymphenburg eingebunden.

Stadtplaner Elmar Schwäbisch machte deutlich, dass der Abriss der beiden Hallen auf dem Gelände nicht ganz einfach war, die gesamte Entsorgung habe hohe Kosten verursacht. Man sei aber im Zeit- und Kostenrahmen geblieben. Gleichzeitig gestalte sich die nötige Verlegung einer Telefonleitung als zeitintensiv, so dass man „gerade noch im Zeitplan ist.“ Über Beton- und Tiefbauarbeiten und die zu erwartenden Kostenüberschreitungen muss der Traunsteiner Stadtrat am Donnerstag entscheiden. Die Ausschreibungen für den Landschaftsbau liefen, es sei mit dem Beginn der Arbeiten im Juli zu rechnen.

Um- und Ausbaupläne der Reiffenstuelstraße vorgestellt

Detaillierte Informationen zu den Um- und Ausbauplänen der angrenzenden Reiffenstuelstraße gab Robert Fendt vom beauftragen Ingenieurbüro BSM weiter. So ist zeitlich abgestimmt zum Bau des Salinenparks geplant, die Vorfahrtsregelung vom Auberg her kommend zu ändern und eine Linksabbiegespur einzuführen. Dazu soll der Gehweg aufgrund beengter Flächen auf einer Seite barrierefrei ausgebaut und vergrößert werden. An der Salinenstraße entlang des Parks ist ein Grünstreifen entlang der Straße geplant, dem sich dann der Gehsteig anschließt.

Otto Huber vom Förderverein Alt Traunstein brachte die erhoffte Zukunftsperspektive auf den Punkt: „In Zukunft fährt man in eine Parkanlage nach Traunstein ein. Das ist eine tolle Visitenkarte.“

Andreas Wittenzellner