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Bürgerliste Traunreut: Es gibt kein passendes Mietobjekt

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Dieses Areal an der Eichendorffstraße in der unmittelbaren Nachbarschaft des k1 ist für die Bürgerliste der ideale Standort für die Stadtbücherei. (Foto: Fuchs)

Traunreut – Bei einer Fraktionssitzung haben die Stadträte der Bürgerliste (BL) Traunreut Stellung bezogen zu dem aktuellen Bürgerbegehren »Miete statt Neubau für die Stadtbücherei«. Fazit war, dass es in der Stadt kein dafür passendes Mietobjekt gebe und der vom Stadtrat ins Auge gefasste Standort neben dem k1 genau der richtige sei.


Die Stadt wolle nicht selbst ein Gebäude für die Bücherei errichten, vielmehr suche man einen Investor. Die Stadtbücherei soll im Erdgeschoß und ersten Obergeschoß untergebracht werden. Eigentümerin dieser beiden Etagen werde die Stadt Traunreut, Eigentümer der darüber liegenden Stockwerke der Investor. Der Stadtrat habe sich für diese Option entschieden, da sie im Vergleich zur Anmietung in der Truna-Passage die günstigere Lösung sei.

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Auch das Argument, dass eine Anmietung auf Dauer günstiger käme, bezeichneten die Stadträte der BL als falsch. Eine Berechnung habe ergeben, dass die Bücherei in eigenen Räumen nicht teurer wäre. Außerdem liege der Standort an der Eichendorffstraße in unmittelbarer Nachbarschaft des Kulturzentrums k1. Dieser Standort sei ein Bestandteil der gesamten Bauleitplanung für dieses Areal und sei von Stadtplanerin Prof. Anne Beer als sehr gut geeignet angesehen worden.

Selbst wenn die Stadtbücherei 4,1 Millionen Euro kosten würde, wäre das der Bürgerliste diese Investition in die künftige Bildungseinrichtung der Stadt wert. Zudem werde keineswegs, wie im Bürgerbegehren beschrieben, das Geld von anderen Projekten abgezogen. Zum Thema Platzbedarf wurde festgehalten, dass durch den Wandel des Leseverhaltens die zunehmende Nutzung moderner Medien in einer Stadtbücherei heutzutage mehr Platz erfordere: für E-Arbeitsplätze, Fernleihe-Recherche und Ähnliches. Dementsprechend seien die geplanten 900 Quadratmeter gerade noch angemessen.

Seit dem letzten Bürgerbegehren habe sich die Bürgerliste für eine Anmietung von Räumen im Stadtrat intensiv eingesetzt, wurde betont. Nur die Truna-Passage sei dafür geeignet gewesen, aber aus bekannten Gründen nicht weiter verfolgt worden. Es gebe ansonsten kein anderes Gebäude, in dem eine Anmietung erfolgen könnte. Das Bürgerbegehren fordere damit etwas, was nicht erfüllbar sei. Damit müsste bei einem Erfolg die Bibliothek in den bisherigen beengten und unbrauchbaren Räumen bleiben. he