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Neue Waffen für Bayerns Polizei kosten 30 Millionen Euro

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Ein Polizist präsentiert am 5. April 2017 in München die mögliche neue Dienstwaffe Walter PPQ P3. Innenminister Hermann stellt das Projekt "Neue Dienstwaffe der Bayerischen Polizei" vor, eine europaweite Ausschreibung für mögliche Hersteller soll noch dieses Jahr beginnen. Foto: dpa/Alexander Heinl

Als eines der letzten Bundesländer will auch Bayern seinen Polizisten neue Dienstwaffen zur Verfügung stellen. Nach 40 Jahren soll die rund 33 500 Pistolen des Moddels "P7" ausgetauscht werden.


Für Generationen von Polizisten im Freistaat ist die "P7" ein treuer Begleiter gewesen. Doch die Ära der halbautomatischen Waffe neigt sich dem Ende. Auch in Bayern. Ein neues Modell muss her.

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München (dpa) – Bayerns Polizeibeamte bekommen ab 2019 neue Dienstwaffen. «Wir rechnen mit rund 30 Millionen Euro Gesamtkosten», sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch in München. Die bisherige Waffe, eine «P7» aus dem Hause Heckler & Koch, wird seit 2008 nicht mehr produziert. Im Juni startet deswegen ein europaweites Ausschreibungsverfahren für das neue Modell. Die Anforderungen seien laut Herrmann ein möglichst geringes Gewicht, eine einfache Bedienung und eine flexible Anpassung des Griffstücks.

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Ein Polizist präsentiert am 5. April 2017 in München die mögliche neue Dienstwaffe Walter PPQ P3. Innenminister Hermann stellt das Projekt "Neue Dienstwaffe der Bayerischen Polizei" vor, eine europaweite Ausschreibung für mögliche Hersteller soll noch dieses Jahr beginnen. Foto: dpa/Alexander Heinl

Bisher gebe es drei Pistolen, die dafür in Betracht kämen. Dazu gehören die «P320» der Firma Sig Sauer, die «SFP9» von Heckler & Koch und die «PPQ» des Herstellers Walther. Alle drei seien leichter und handlicher als die «P7». Außerdem verfügen sie mit 15 Patronen über ein größeres Magazin - das Magazin der «P7» fasst nur acht.

Derzeit gibt es nach Angaben von Herrmann rund 33 500 Waffenträger bei der Bayerischen Polizei. Doch von der neuen Pistole sollen gleich 40 000 Stück produziert werden. Das erklärt Herrmann mit dem steigenden Bedarf: «Unser Sicherheitskonzept sieht vor, in den nächsten vier Jahren 2000 neue Stellen für die Bayerische Polizei zu schaffen.»