weather-image
32°

Polizei startet Plakataktion in Teisendorf

3.8
3.8
Bildtext einblenden
Dieses Plakat wurde gestern in Teisendorf aufgehängt. Die Kriminalpolizei Traunstein erhofft sich unter der Telefonnummer 0861/9873-0 Hinweise zu der Frau, die vor gut einem Monat tot im Straßengraben gefunden wurde.

Teisendorf – Die Todesumstände der 41-jährigen Salzburgerin sind weiter völlig unklar. Deshalb hat die Polizei gestern eine groß angelegte Plakataktion in Teisendorf gestartet. »Vielleicht bekommen wir dadurch Hinweise, die uns weiterhelfen«, sagt Stefan Sonntag, der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Es ist ein weiterer Versuch, mehr über den mysteriösen Tod der Frau in Erfahrung zu bringen.


Die Salzburgerin war vor ziemlich genau einem Monat bei Teisendorf tot im Straßengraben gefunden worden. Dort lag sie nach derzeitigen Erkenntnissen der Ermittler seit Juli, also ein dreiviertel Jahr. Im Oktober war sie als vermisst gemeldet worden. Aber nicht etwa von Bekannten oder Verwandten, sondern von Salzburger Behörden, »die die Frau aufgrund einer Führerscheingeschichte gebraucht hätten«, sagt Sonntag. Die 41-Jährige soll sehr zurückgezogen gelebt haben. Sie war nicht verheiratet und hatte keine Kinder. »Es gibt zwar Verwandtschaft, aber die hatte keinen engen Kontakt zu ihr. Wir haben wirklich alle Leute befragt, von denen wir wissen, dass sie die Tote kannten. Aber entscheidende Hinweise haben wir nicht bekommen.«

Anzeige

Auch die Frage, welche Verbindung die Tote zu Teisendorf hatte, konnten die Ermittler bislang nicht klären. »Sie soll wohl öfter beim Betteln gesehen worden sein«, sagt Sonntag. »Vielleicht erinnert sich ja einer an sie, wenn er jetzt das Plakat sieht?«

Das Landeskriminalamt Salzburg hatte das Fahndungsplakat bereits am Wochenende in Elsbethen bei Salzburg – dort lebte die Frau – aufgehängt. Doch die Fragen der Ermittler »Wer kennt die Frau? Wer hatte Kontakt zu ihr? Wer schenkte ihr aufgrund ihrer Not Geld oder Zigaretten?« blieben unbeantwortet. »Es gab keine Hinweise, die uns weitergeholfen hätten«, sagt Sonntag. Nun hofft er, dass die Plakataktion in Teisendorf Erfolg hat.

Denn immer noch ist völlig unklar, wie die Frau ums Leben kam. »Wir schließen weder einen Unfall, noch ein Verbrechen, noch einen Suizid, noch eine Erkrankung aus.« Doch Stefan Sonntag betont auch: Es gebe nach wie vor keinerlei Hinweise auf ein Gewaltverbrechen und auch ein Unfall sei unwahrscheinlich. »Denn wir haben keinerlei Hinweise auf Verletzungen gefunden.« Die kriminaltechnischen Untersuchungen der stark verwesten Leiche gestalten sich schwierig. Mit Ergebnissen wird laut Sonntag erst in einigen Monaten zu rechnen sein. KR

Im Video: Erst 40 Grad, dann kühlt es ab - doch die Saharahitze kommt zurück