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Was wird aus dem Gasthof zur Post?

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Die Gemeinde würde es begrüßen, wenn der ehemalige Gasthof zur Post für Wohnungen oder Ferienwohnungen umgebaut werde. (Foto: vom Dorp)

Unterwössen – Wechselhaft waren das Schicksal und die Fragen um die Zukunft des ehemaligen Gasthofs zur Post in Oberwössen in den vergangenen Jahren. Nach der dritten Versteigerung und dem Zuschlag an Alpines GmbH im April 2017, ungenehmigten Baumaßnahmen und einem bislang fehlenden Bauantrag zum Umbau, traf der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung nun eine Entscheidung, wie er sich eine künftige Nutzung vorstellen könnte.


Schon seit einigen Jahren wird der Gasthof zur Post nicht mehr als Restaurant und Hotel genutzt. Auch die zwischenzeitliche Nutzung als Unterkunft für Asylsuchende gab das Landratsamt aus verschiedenen Gründen auf.

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Bereits im November 2014 war der Gasthof bei einer Nachschau des Landratsamts aufgefallen. Genehmigte Gebäudeteile waren damals nicht oder nur planabweichend ausgeführt worden. Zudem stellten erhebliche Brandschutzmängel den Bestandsschutz in Frage.

Nach dem Besitzerwechsel im April 2017 und geäußerten neuen Nutzungsabsichten, vereinbarte der Bauherr mit der Gemeinde im November 2017 ein Gesamtkonzept. Dieses sollte dann mit allen Beteiligten abgestimmt werden und zeitnah in eine Bebauungsplanänderung münden.

»Doch seither ist planerisch nichts passiert«, bedauerte Bürgermeister Ludwig Entfellner. Zwischenzeitlich hatte das Bauamt die Antragstellung eines Bebauungsplans angemahnt und vor einem Fortgang der nicht legitimierten Baumaß-nahmen sowie vor einer möglichen Baueinstellung gewarnt.

Planer Christoph Rickert stellte in der Sitzung klar, dass es für die Gemeinde hauptsächlich um mögliche Wohneinheiten und die Anzahl von Ferienwohnungen sowie um die Darstellung der Außenanlagen geht. »Allerdings kann die Gemeinde dem Bauwerber nicht sagen, was er bauen soll.«

Gegen die Stimme von Markus Entfellner (FDP), der erst einmal wissen wollte, wer hinter dem Bauwerber Alpines GmbH steckt, fasste das Gremium dann folgenden Beschluss: »Der Gemeinderat kann sich eine Aufteilung in Wohnungen vorstellen, wenn diese ausschließlich einer Hauptwohnsitznutzung oder Ferienwohnungen dienen. Zudem sind Gewerbeflächen im Erdgeschoß vorstellbar.« bvd