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Nach schwerem Sturz: Bürgermeister Eberhard Bauerdick ist wieder im Amt

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Übersee: Eberhard Bauerdick ist nach schwerem Unfall wieder im Amt
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Bürgermeister Eberhard Bauerdick hat seine Amtsgeschäfte im Rathaus wieder aufgenommen. (Foto: vom Dorp)

Übersee – Nach seinem Sieg über Amtsinhaber Marc Nitschke (CSU) in der Stichwahl Ende März wollte der frisch gebackene Bürgermeister Eberhard Bauerdick (GfÜ) in seinem neuen Amt die Ärmel hochkrempeln. Doch es kam anders. Nur eine Woche nach seiner Vereidigung erlitt er bei einem Unfall im Rathaus ein Schädel-Hirn-Trauma. Sieben Wochen war er im Krankenstand. Nun hat er seine Amtsgeschäfte wieder aufgenommen.


Herr Bauerdick, wie geht es Ihnen?

Ich freue mich, hier wieder sitzen zu dürfen.

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Wie ist der Unfall eigentlich passiert?

Ich bin über die Türschwelle meines Büros im Rathaus gestolpert und so unglücklich gefallen, dass ich einige Tage im Klinikum Traunstein verbringen musste.

Was hatten Sie für Beschwerden?

Ich litt neben Doppelbildern und Sprachstörungen unter Schwindel und Gangunsicherheit, verbunden mit starken Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen. Die Symptomatik verstärkte sich durch jede Art von geistiger und körperlicher Aktivität.

Wie sah die ärztliche Behandlung aus?

Die Maßnahmen bestanden in erster Linie in der Verordnung von konsequenter Schonung, sowohl körperlich als auch kognitiv. Später kamen leichte Übungen hinzu, bis zur Symptomfreiheit.

Sind Sie noch in irgendeiner Form eingeschränkt?

Nein, in keinster Weise. Deshalb haben meine betreuenden Ärzte jetzt auch grünes Licht zur Arbeitsaufnahme gegeben.

Wie sieht es mit Ihren sportlichen Aktivitäten aus?

Ich will es langsam angehen lassen, habe aber sogar schon eine kleine Radtour gemacht. Zur Zeit widme ich mich mehr meinem fotografischen Hobby.

Nach so langer Zeit stapelt sich sicher die Arbeit auf Ihrem Schreibtisch?

Ja, es ist Einiges zu tun. Ich bekomme aber jede erdenkliche Unterstützung von der Rathausverwaltung und von meinen Stellvertretern Margarete Winnichner und Herbert Strauch, die mich auch hervorragend vertreten haben.

Was sind die dringendsten Probleme, die es anzupacken gilt?

Vorrangig geht es darum, das Seeufer in punkto Verkehr und Parkplätzen zu regeln. Es muss hundertprozentig gewährleistet sein, dass die Rettungswege nicht zugeparkt sind und die Landwirte Zugang zu ihren Feldern haben. Ein guter Schritt ist kürzlich durch die Gründung einer Konzeptgruppe gemacht worden, die die Bedürfnisse von Bürgern und Gästen erarbeitet.

Was sind weitere Handlungsschwerpunkte?

Brandaktuell ist die Aufteilung des Gewerbegebiets Entenfeld. Und natürlich müssen die Finanzen hinsichtlich der wirtschaftlichen Einbrüche durch die Corona-Krise neu geordnet und bewertet werden.

Viel zu tun also.

Ja, aber ich freue mich darauf, denn wir haben ein gutes Miteinander im Gemeinderat und in der Verwaltung. Und alle stehen »Gewehr bei Fuß«.

Bärbel vom Dorp


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