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Leiche von vermisstem Trostberger (18) in der Alz gefunden

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Trostberger (18) tot in der Alz bei Unterneukirchen gefunden – Vermisstensuche seit 30. Mai
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Der seit 30. Mai vermisste 18-jährige Trostberger wurde am Donnerstag in der Alz bei Unterneukirchen tot aufgefunden. Foto: FDL/Lamminger

Trostberg/Unterneukirchen – Der 18-jährige Trostberger, der vergangene Woche nach einem Sprung in die Alz nicht mehr gerettet werden konnte, wurde am Donnerstag tot im Rechen des Alzkraftwerks bei Unterneukirchen gefunden. Das gab die Polizei am Freitag bekannt.

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Wie das Präsidium mitteilt, wurde der junge Mann bereits am Donnerstag im Ortsteil Mühlthal aufgefunden. Er hing leblos im Rechen des dortigen Wasserkraftwerks.

Zur Klärung der Identität des Toten und der genauen Todesumstände übernahm die Kriminalpolizei Traunstein die Ermittlungen. Nach Untersuchungen am Institut für Rechtsmedizin in München konnte zweifelsfrei festgestellt werden, dass es sich bei dem Toten um den seit dem 30. Mai vermissten, 18-jährigen Jugendlichen aus Trostberg handelt. Hinweise auf ein Fremdverschulden haben sich laut Polizei nicht ergeben. Es handelt sich um einen tragischen Unglücksfall.

Der 18-Jährige war vor rund einer Woche beim Fußballspielen mit zwei Freunden in der Trostberger Pechlerau in die Alz gesprungen, um einen Ball aus dem Wasser zu holen. Zwei Kajakfahrer, die ein Stück flussabwärts auf dem Fluss unterwegs waren, versuchten den treibenden und bereits geschwächten Mann noch aus dem Wasser zu ziehen – leider erfolglos. Danach wurde der 18-Jährige nicht mehr gesehen.

Mit den Notrufen der beiden Freunde und der Kajakfahrer wurde die Rettungskette in Gang gesetzt. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften suchte noch mit Hubschraubern und Booten bis in die Dunkelheit die Alz, ihre Ufer- und Wehrbereiche bis Garching ab, konnten aber keine Spur vom Vermissten finden.

Am nächsten Tag wurde die Suche intensiviert. Rund 150 Kräfte zahlreicher Hilfsorganisationen aus der Umgebung suchten die Alz auf rund 20 Kilometern Länge bis in die Mündung in den Inn ab – ebenfalls ohne Ergebnis. Der Fluss führte zum Unglückszeitpunkt Hochwasser und war mit einer Temperatur von rund 14 Grad bei den vor rund einer Woche herrschenden, niedrigen Außentemperaturen auch relativ kalt. Am Dienstag dieser Woche suchten Polizeikräfte die Alz bei niedrigem Wasserstand nochmals ab, konnten den Vermissten aber ebenfalls nicht ausmachen.

Suchaktion auf der Alz – Tag 1:

Vermisstensuche auf der Alz am Tag 2: