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Für dieses rund 2000 Quadratmeter große Grundstück am Keplerweg in Traunreut wurde mit dem vom Stadtrat gefassten Satzungsbeschluss Baurecht geschaffen. Auf dem Grundstück am südlichen Stadtrand sollen drei Häuser mit insgesamt 16 Wohneinheiten entstehen. (Foto: Rasch)

Stadtrat genehmigt Wirtschaftsplan mit Erfolgs- und Vermögensplan

Traunreut – Ohne Diskussion nahm der Traunreuter Stadtrat den vom Verwaltungsrat des neuen Kommunalunternehmens beschlossenen Wirtschaftsplan mit Erfolgsplan und Vermögensplan zustimmend zur Kenntnis. Wie mehrfach berichtet, ist das Kommunalunternehmen zum 1. Januar gestartet.


Dass das Kommunalunternehmen mit einem ausreichenden Stammkapital ausgestattet werden muss, war in die Unternehmenssatzung mit aufgenommen und vom Stadtrat bereits Ende letzten Jahres beschlossen worden. Das Stammkapital sei das satzungsmäßig nominell gebundene Kapital des Kommunalunternehmens und habe die Funktion einer Garantiesumme, teilte die Verwaltung mit. Die Kapitalausstattung verteile sich auf Stammkapital und restliches Eigenkapital (Rücklagen). Insgesamt seien 600.000 Euro Eigenkapital veranschlagt worden, aufgeteilt auf 100.000 Euro Stammkapitel und 500.000 Euro Rücklagen im Wirtschaftsplan.

Nachdem nun auch der Stadtrat die Empfehlungen des Bauausschusses für eine Reihe von Bebauungsplanänderungen als Satzung abgesegnet hat, wird für folgende Bebauungspläne Baurecht geschaffen: An der Jahnstraße 7 und 8 kann durch die Änderung des Bebauungsplans »zwischen Jahn-, Kopernikusstraße und Traunring« mehr Wohnraum zugelassen werden. Ebenfalls zusätzlicher Wohnraum kann an der Adalbert-Stifter-Straße 18, 20 und 22 geschaffen werden. Diese Umplanung betrifft  den   Bebauungsplan »Adalbert-Stifter-Straße West.«

Gegen die Stimmen von Michael Mollner und Dr. Jürgen Winter (L!Z) fasste das Gremium den Satzungsbeschluss für die Änderung des Bebauungsplans »zwischen Traunring Süd-Ost, Keplerweg und Kopernikusstraße«. Hier handelt es sich um das Grundstück am Keplerweg 4, auf dem ursprünglich vier sogenannte Boarding-Häuser vorgesehen waren, die in einer der ältesten Wohnsiedlungen Traunreut heftig umstritten waren. Der Bauherr hat sich jetzt aber für drei Wohnhäuser mit 16 Wohneinheiten entschieden.

Um für die Zukunft gerüstet zu sein, möchte das Wilhelm-Löhe-Zentrum auf dem Gelände an der Salzburger Straße und Trostberger Straße zeitig Baurecht schaffen. Die Umplanung , die eine Änderung des Bebauungsplanes »Wilhelm-Löhe-Zentrum, Salzburger Straße - Trostberger Straße« nötig machte, betrifft insgesamt fünf Flurnummern. Auch dieses Verfahren wurde jetzt mit einem positiven und einstimmigen Stadtratsbeschluss abgeschlossen. Das gleiche gilt für die Änderung des Bebauungsplanes »Traunfeld« an der Bahnhofstraße. Hier geht es um die Erweiterung von vier auf sechs Wohneinheiten in einem Wohnhaus.

Ohne Debatte genehmigt wurde auch eine neue Aufteilung der Räume im Möbelhaus Jobst. Die Jobst-Liegenschafts GbR, Traunwalchen, möchte einen Teil ihrer Ausstellungsräume umwidmen. Die Räume sind für einen Zustellstützpunkt der Post sowie für ein Fitness-Studio und ein Café gedacht. Keine Einwände gab es zu einer geplanten PV-Anlage in der Gemeinde Seeon-Seebruck. Hier wurde die Stadt Traunreut als Nachbargemeinde um eine Stellungnahme gebeten.

Die Empfehlung des Werkausschusses, die Planung für eine neue Wasserleitung in den Ortschaften Walding und Neugaden zu genehmigen, wurde ebenfalls mitgetragen. Wie der Leiter der Traunreuter Stadtwerke, Frank Wachsmuth, mitteilte, werden die aus den 1950er Jahren stammenden Wasserleitungen im Umland des Stadtgebiets seit 20 Jahren untersucht. Dabei seien jetzt auch die Leitungen in Walding und Neugaden als erneuerungswürdig festgestellt worden. Wie brisant eine Leitungserneuerung sei, zeige ein aktuelles Beispiel in Siglreith. Hier musste in dieser Woche eine Wasserleitung geflickt werden.

Die neue PE-Wasserleitung soll für die Strecke bis zur Gemeindeverbindungsstraße Haßmoning-Pattenham mit einem Außendurchmesser von 125 Millimetern ausgeführt werden; der restliche Verlauf mit einem Außendurchmesser von 90 Millimetern. Die Gesamtlänge beträgt 2326 Meter. Die angegebene Netto-Kostenberechnung beläuft sich auf rund 570.000 Euro. Wobei die reinen Baukosten bei 486.000 Euro liegen. Der restliche Betrag sind Planungs- und Untergrunduntersuchungskosten. Ende dieses, Anfang nächsten Jahres sollen die Bauleistungen ausgeschrieben werden, um die Maßnahme, die im Wirtschaftsplan 2023 bereits eingeplant ist, dann zeitnah umzusetzen. Die neuen Rohre sollen zukünftig in, beziehungsweise direkt neben den öffentlichen Straßen verlaufen.

ga

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