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Mit Schwertransport: Fahrer streift Autobahn-Brücke und fährt einfach weiter

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Foto: dpa/Symbolbild

Siegsdorf – Hohe Geldstrafen erwarten eine Speditionsfirma und einen Lkw-Fahrer nach einem Schwertransport über die A8, bei dem sämtliche Vorschriften missachtet wurden und außerdem eine Brücke beschädigt wurde.


Ein aufmerksamer Lkw-Fahrer teilte der Polizei am Mittwoch Nachmittag via Notruf mit, dass ein Schwertransportfahrzeug auf der A8 zwischen Frasdorf und Bernau eine Autobahnbrücke touchiert habe.

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Aufgrund der genauen Fahrzeugbeschreibung konnte ein die Verkehrspolizei Traunstein unterstützendes Fahrzeug der Operativen Ergänzungsdienste Traunstein den Schwertransporter auf Höhe Grabenstätt feststellen und nach Siegsdorf zur Wache der Verkehrspolizei leiten.

Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass der 44-jährige Fahrer des Schwertransporters zahlreiche Auflagen aus der Schwertransportgenehmigung nicht beachtet hatte. So sparte man sich das vorgeschriebene Begleitfahrzeug, dessen Aufgabe die Absicherung des Schwertransports nach hinten gewesen wäre.

Außerdem wurde die Polizei, die die Durchfahrt unter den Autobahnbrücken mit geringer Geschwindigkeit und dabei festgelegter Fahrstreifenwahl hätte absichern müssen, nicht wie vorgeschrieben eingebunden. Der Pole führte seinen Schwertransporter vielmehr ohne jegliche Begleitung, mit stark überhöhter Geschwindigkeit und ohne Berücksichtigung der auferlegten Fahrspur durch den Brückenbereich, sodass der Lkw tatsächlich mit der Autobahnbrücke kollidierte.

Entsprechende Unfallspuren an der Ladung, einer rund vier Meter hohen Kabeltrommel, stellten die Polizeibeamten fest. Gegen den Fahrer wird nun ermittelt, zudem musste er ein Bußgeld im oberen dreistelligen Bereich für die begangenen Ordnungswidrigkeiten entrichten.

Deutlich teurer wird der Vorfall für die polnische Spedition, denn die Missachtung beinahe sämtlicher Transportauflagen eröffnet der Polizei die Möglichkeit, gegen das Unternehmen ein entsprechendes Vermögensabschöpfungsverfahren einzuleiten.