Ein Festsonntag wie aus dem Bilderbuch
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Foto: Rasch

Ein Festsonntag wie aus dem Bilderbuch: 125 Jahre Burschenverein

Seeon-Seebruck – Es war ein Festsonntag wie aus dem Bilderbuch: Ein Gottesdienst unter freiem Himmel und ein großer Festzug standen gestern im Mittelpunkt des Burschenfestes in Truchtlaching. Rund 70 Vereine machten dem Burschenverein Ising-Truchtlaching anlässlich des 125-jährigen Bestehens ihre Aufwartung.


Mit dem Festverein und seinen Gästen freuten sich auch die Truchtlachinger Bürger. Viele Schaulustige säumten beim Festzug durch das Dorf die Straßen und Wege. Vier Musikkapellen – der Musikverein Altenmarkt sowie die Blaskapellen Seeon, Traunwalchen und Obing – sowie Kutschen und Wagen, in denen die Ehrengäste Platz nehmen durften, begleiteten den kaum mehr endenden Zug. Fesche Burschen in Tracht, so weit das Auge reichte, marschierten mit. Dazwischen gesellten sich aber auch Dirndlschaften und die Ortsvereine. Die meisten Teilnehmer, insgesamt 178, stellte der Burschenverein Hart, gefolgt vom Burschenverein Seeon mit 134 Teilnehmern. Die Prämierung fand nach einem gemeinsamen Mittagessen im Festzelt am Sportplatz statt. Dort wurde die letzten Tage bei einem Wein- und Weißbierfest und einer Disco-Party noch ausgelassen gefeiert. Nicht nur Festleiter Georg Hölzl und der Vorsitzende des Burschenvereins Ising-Truchtlaching, Peter Holzner, äußerten sich gegenüber dem Traunsteiner Tagblatt hoch zufrieden über diese Veranstaltungen. Auch der Vereinsnachwuchs schwärmte in höchsten Tönen.

Am Sonntagmorgen wurden im Festzelt die Vereine zum Weißwurstfrühstück empfangen, bevor es dann im Kirchenzug bis zu einer Anhöhe an der Pattenhamer Straße ging, wo der aus Truchtlaching stammende Pfarrer Robert Daiser gemeinsam mit Diakon Hans Eder den Gottesdienst zelebrierte. Der Musikverein Altenmarkt und die Truchtlachinger Alphornbläser umrahmten die feierliche Messe. Lautstark ließen bei der Wandlung die Truchtlachinger Schützen die Böller knallen.

125 Jahre seien ein Grund zum Feiern und Danke zu sagen, bei allen, die diese 125 Jahre geprägt hätten, sagte Daiser. Sich die Hand zu reichen und sich gegenseitig wieder in die Höhe zu helfen, das wünsche er dem Verein auch für die nächsten 125 Jahre. In den Fürbitten hoben die Burschen den Zusammenhalt des Vereins heraus und würdigten die Gründerväter, die den Verein zu dem gemacht hätten, was er heute ist. Nämlich ein starker Partner in der Dorfgemeinschaft, wie Schirmherr, Bürgermeister Martin Bartlweber, herausstellte. »Vereine sind unsere Wurzeln und halten die Gemeinschaft lebendig«, so Bartlweber. Die Vereine hätten vor allem in den vergangenen beiden Pandemie-Jahren einen starken Zusammenhalt bewiesen, in dem sie kranke und einsame Menschen unterstützt haben.

Vor der gemeinsam gesungenen Bayernhymne hefteten die Festbraut Regina Axthammer sowie die Fahnenbräute Rebecca Untermayer und Johanna Hofmann zur Erinnerung an ein schönes Fest Fahnenbänder an die Fahnen des Jubelvereins und des Patenvereins aus Hörpolding.

ga

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