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Inzeller Seniorenheim schließt seine Türen

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Nachrichten aus Inzell und Traunstein
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Ende Juni wird das Altenheim in Inzell endgültig geschlossen. Das teilte der Betreiber mit. Das Gebäude entspräche nicht den baulichen Vorschriften. Foto: Jens Kalaene/dpa

Inzell – Das Pflege- und Wohnzentrum Bergblick in Inzell wird am 30. Juni endgültig seine Türen schließen. Das Gebäude würde den baulichen Vorschriften nicht mehr entsprechen, schreibt der Betreiber des Heims, die Deutsche Pflege und Wohnen GmbH (DPUW) mit Sitz in Berlin in einer Pressemitteilung.


Man habe beschlossen, den Betrieb einzustellen, weil »das Gebäude den neuen Bauvorschriften nicht mehr entspricht und die notwendigen Arbeiten an der heutigen Infrastruktur, um diese Normen erfüllen zu können, sehr tiefgreifend sind«, informiert der Betreiber.

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Die Bewohner, deren Angehörige sowie die Mitarbeiter seien am Mittwoch über die Schließung informiert worden. Für die 28 Bewohner werde in Rücksprache mit den Betroffenen in den kommenden Wochen ein anderes Wohnpflegezentrum gesucht. Alle könnten in ein anderes Seniorenheim der DPUW oder in ein anderes Wohnpflegezentrum ihrer Wahl umziehen.

Den 25 festangestellten Mitarbeitern bietet die DPUW Beschäftigungsmöglichkeiten in einer ihrer anderen Einrichtungen an. Die nächsten Heime der DPUW sind am Schliersee und in Augsburg.

Das Landratsamt Traunstein, deren Heimaufsicht das Haus in Inzell ständig kontrolliert, wusste am Donnerstag bereits von der Schließung. »Das Haus in Inzell ist auch aus unserer Sicht baulich nicht als Pflegeheim geeignet«, teilt die Pressestelle des Landratsamts auf Anfrage mit. »Wichtig ist für uns, dass Menschen in Pflegeeinrichtungen optimal versorgt sind. Dazu müssen natürlich auch die baulichen Voraussetzungen passen – zum Beispiel die Barrierefreiheit. Das liegt ja auch im Interesse der Angehörigen.«

Für die Bewohner und deren Angehörige hoffe man, dass sie schnell und unkompliziert ein neues, schönes Zuhause finden. »Wir wissen, dass der Umzug von einem Heim in ein anderes für die alten und pflegebedürftigen Menschen belastend ist«, heißt es in der Stellungnahme aus dem Landratsamt. Und weiter: »Wir werden das aufmerksam beobachten.« fb