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Neue Sporthalle in Grassau feierlich eingeweiht

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Neue Sporthalle in Grassau feierlich eingeweiht
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Viel Training ist erforderlich, um die Bälle so rasant zu schmettern, wie es der Nachwuchs der Tischtennisabteilung zeigte. (Fotos: T. Eder)

Grassau – Das lange Warten in Grassau hat nun ein Ende: Endlich kann sich die neue 2,5-fache Sporthalle präsentieren. Nach einer nur 18-monatigen Bauzeit wurde sie nun offiziell eingeweiht.


»Lange haben Schule und Vereine warten müssen, bis Grassau über eine für alle Hallensportarten, Wettkämpfe und Turniere geeignete Sporthalle verfügen kann«, betonte Bürgermeister Rudi Jantke. Der Bedarf wurde zwar gesehen, es fehlte aber die finanzielle Grundlage. Seit wenigen Jahren ist Grassau in der Situation, auch große Projekte ohne Neuverschuldung verwirklichen zu können, sagte er.

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Eine Kommune könne Geld kaum besser anlegen, als es in Bildung und Sport zu investieren. Auch wenn die Turnhalle – mit Kosten von rund 5,5 Millionen Euro – fertiggestellt ist, wird das gesamte Schulprojekt, die Gemeinde noch einige Jahre beschäftigen und sei mit geschätzten Kosten von 13 Millionen Euro das kostenträchtigste Hochbau-Vorhaben in der Geschichte der Gemeinde, so der Bürgermeister weiter. Ohne staatliche Förderung seien die Maßnahmen trotz guter Haushaltslage nicht möglich.

Der Bau der Sporthalle sei nach der Herstellung der Barrierefreiheit in den Schulgebäuden der zweite Schritt des Schulprojekts. Bald werde es mit dem Bau eines neuen Schultrakts anstelle der alten Turnhalle weitergehen. Zeitgleich werde mit der Generalsanierung der Schulgebäude begonnen. Auch die Außenanlagen sollen anschließend aufgewertet werden, betonte Jantke. Mit Blick in die Zukunft meinte der Rathauschef, dass in einigen Jahren ein modernes, ansprechendes Bildungszentrum entstanden sein wird.

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Architekt Simon Bauer (links) und Bauleiter Alfons Rieder (rechts) überreichten Bürgermeister Rudi Jantke den symbolischen Schlüssel.

Architekt Simon Bauer von der Planungsgruppe Strasser meinte, »der Fleck« für die Turnhalle sei gut gewählt. Die Haupterschließung mit Flur und Tribüne an der Nordseite halte er für richtig. Ursprünglich war geplant, die Tribüne ebenerdig zu bauen und die Halle tiefer in den Boden zu versenken. Aufgrund des Baugutachtens mit hohem Grundwasserstand war es gut, die Halle nun ebenerdig auf dem Niveau der Parkflächen zu errichten und die Tribüne auf 1,25 Meter zu heben. Mit dem Gymnastikraum und der Teilung der Halle mittels eines Trennvorhangs gebe es drei Einheiten in der Halle, so Bauer weiter.

Auch auf das Farb- und Gestaltungskonzept mit Holz, blauem Fußboden und graphischen Elementen ging der Planer ein. 35 Firmen, größtenteils aus dem Landkreis, waren beschäftigt. Insgesamt wurden 17.000 Kubikmeter Raum umbaut, soviel wie bei 17 Einfamilienhäusern. 1250 Kubikmeter Beton und 115 Tonnen Baustahl stecken in dem Gebäude. Symbolisch überreichten Simon Bauer und Bauleiter Alfons Rieder anschließend den Schlüssel für die neue Halle an Bürgermeister Rudi Jantke.

Die Bedeutung der Halle für die Schule verdeutlichte Schulleiter Johannes Zeitel. Von 7.45 bis 16 Uhr sei die Halle mit Schulklassen und der Ganztagsschule belegt. Die Turnhalle sei nicht nur ein funktionaler Raum, sondern ein Bekenntnis zum Sport, zum Schulsport und Wertschätzung der alltäglichen Arbeit im Unterrichtsfach Sport.

»Tu deinem Leib des Öfteren etwas Gutes, damit seine Seele Lust hat, darin zu wohnen«, zitierte Pfarrer Andreas Horn die heilige Theresa von Avila. Wichtig sei, den Leib gut zu behandeln, denn dieser sei ein Wunderwerk der Schöpfung. Sport biete die Möglichkeit, fast vergessene Muskeln zu trainieren, fügte Diakon Michael Sörgel hinzu. Hierzu gehören auch die Lachmuskeln. Anschließend segneten die Geistlichen die neue Sporthalle.

Es gab auch gleich erste Vorführungen. Die Seniorensportgruppe zeigte unter Anleitung von Hildegard Wernicke, wie viel Spaß das Seniorenturnen macht. Mit einem Tanz stellte sich die zweite Klasse der Schule vor und die Arbeitsgruppe Turnen bot akrobatische Einlagen. Die Ju-Jutsu-Gruppe des ASV Grassau präsentierte verschiedene Fall- und Kampftechniken während die Tischtennisabteilung mit schnellen Ballwechseln punktete. Für die musikalische Umrahmung sorgte »Grass Brass« unterstützt vom Musikschulleiter Wolfgang Diem.

Nach der offiziellen Einweihung konnten Besucher die neue Halle und alle Räume anschauen. Am Nachmittag wurde die Funktionalität der Halle beim ersten Hallenfußballturnier geprüft. tb