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»Nur« ein Minus von 72.000 Euro

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Das Defizit, das die Hochfelln-Seilbahn in der Saison 2019/20 einfuhr, war nicht so hoch wie befürchtet: Lediglich 72 000 Euro sind nun von der Gemeinde zu begleichen. Gerechnet hatte sie mit 120 000 Euro. Zurzeit ist der Fahrbetrieb – bedingt durch die Auflagen für den Teil-Lockdown – eingestellt. (Foto: Humm)

Bergen – Einen Verlust in Höhe von lediglich 72.000 Euro hat die Hochfelln-Seilbahn im Zeitraum vom 1. Mai 2019 bis zum 30. April 2020 geschrieben. Erneut übernimmt die Gemeinde das Defizit. Einvernehmlich hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, die Unterdeckung im Seilbahnbetrieb für das Wirtschaftsjahr 2019/2020 zu übernehmen.


Bürgermeister Stefan Schneider (Grüne Liste Bergen) sprach von einem guten Ergebnis. Im Haushalt der Gemeinde sei eine Summe von 120.000 Euro für die Deckung des Defizits bereitgestellt worden. Im Sommer 2019 sei der Betrieb sensationell gut gelaufen, im vergangenen Winter, der sehr mild war, hingegen nicht so gut.

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Trotz des Defizits konnte die Betreibergesellschaft im Geschäftsjahr 2019/20 laut dem Bürgermeister Verbindlichkeiten in Höhe von 38.000 Euro abbauen. Schneider verweis auf das starke Engagement der Hochfelln-Bediensteten und auf die vielen freiwilligen Leistungen. Zudem laufe der Gastronomiebetrieb in der Mittelstation sehr gut.

Nach den Ausführungen des Bürgermeisters wurden in den Wintermonaten Überstunden abgebaut und Reparaturen vorgenommen. Er erinnerte an Malerarbeiten, an die Ausstattung der Gastronomie in der Mittelstation, erläuterte die Umstellung der Software auf ein neues Kassensystem und sprach über die Erneuerung des Zeiterfassungssystems.

Alle Mitglieder des Gemeinderats respektierten den Eifer und die Begeisterung der Seilbahn-Angestellten. Sie arbeiten wirtschaftlich und helfen zu sparen, so der Tenor im Gremium.

Der Bürgermeister kündigte eine Sanierung der Bergstation an. Auch sprach er von Maßnahmen für eine neue Steuerung der Anlage. Des Weiteren erinnerte der Rathaus-Chef an die noch heuer anstehende Prüfung der gesamten Anlage durch den TÜV.

Zweiter Bürgermeister Josef Gehmacher (CSU) betonte, die gemeindlichen Zahlungen seien eine sehr gute Investition, denn die Seilbahn sei bedeutend für die Gemeinde und den Tourismus.

Und noch eine Information machte die Runde: Aufgrund des Lockdowns ist vorläufig bis Ende des Monats kein Fahrbetrieb erlaubt.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Aufnahme der Gemeinde Chieming in die Zweckvereinbarung für einen gemeinsamen Meldekontrolleur. Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für den Beitritt der Gemeinde Chieming aus.

Positiv beschied das Gremium eine Bauanfrage zum Anbau an eine Garage auf einem Grundstück an der Gewerbestraße in Bergen. Ebenso befürwortet der Gemeinderat den Bauantrag zum Abbruch und zur Erneuerung des Garagendaches sowie zur Erweiterung um zwei überdachte Stellplätze und ein Eingangsvordach auf einem Grundstück am Wiesenweg in Bergen.

Auch den Antrag auf Baugenehmigung zum Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage am Mitterweg in Bergen befürwortete der Rat. Er erteilte die notwendige Befreiung für die Überschreitung der Geschoßflächenzahl auf 0,36.

Die gemeindliche Zustimmung gab es für den Bauantrag zur Sanierung des bestehenden Einfamilienhauses mit Erweiterung des Balkons, der Errichtung eines Kellerersatzraums sowie eines Carports auf einem Grundstück an der Neuen Straße. Zudem wird eine zwei Meter hohe Mauer zwischen den zwei Grundstücken erstellt.

Beim Bauantrag zum Abbruch und Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Tiefgarage in Bergen an der Hochfellnstraße erfolgte die Zustimmung unter der Vo-raussetzung, dass die seitliche Wandhöhe von geplanten 6,50 Metern auf 6,30 Meter zu reduzieren ist. Das Gremium stellte fest, dass dort acht Wohneinheiten entstehen werden. Für den Nachbarn ergebe sich, so der Tenor im Gemeinderat, keine Beeinträchti­gung. OH