Krippenspiel in Bildern – Weihnachten in der Pfarrei St. Andreas

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Beim Krippenspiel in Bildern: Maria und Josef in einem Stall nahe Teisendorf. (Foto: B. Traunsteiner)

Teisendorf – »Der Gott, der an Weihnachten unsere Welt betritt, ist ein Gott der Liebe. Er sagt 'I moag di', und hofft, dass der Funke der Liebe auch auf uns überspringen wird.« Mit diesen Worten fasste Pfarrer Horst Kress in seiner Predigt beim Gottesdienst in St. Andreas am ersten Weihnachtsfeiertag die Essenz von Weihnachten zusammen.


Bereits in der Christmette hatte Pfarrer Martin Klein darauf hingewiesen, dass die Liebe uns Menschen verwandelt und erst Mensch werden lässt. Wenn das Kind in der Krippe »ein lebloses Knäblein bleibt«, wie bei den Krippendarstellungen, und wir uns ihm nicht in Liebe zuwenden, werden wir die Kraft von Weihnachten nicht erfahren können. Im Weihnachtsrummel sei von Liebe und Zuwendung zu diesem Kind nichts spürbar, das Geschäft sei ein Eigenläufer geworden. Das sei gefährlich, denn eine Welt ohne Maß und Ziel und ohne die befreiende Liebe des Kindes in der Krippe sei trostlos und traurig.

Begonnen hatten die Weihnachtsfeierlichkeiten in St. Andreas mit einer Andacht für die Kleinsten. Rund 80 Besucher – Eltern und Kinder – waren gekommen. Es folgte dann eine Kindermette die Größeren, die auch sehr gut besucht war. In beiden Feiern wurde das Krippenspiel in Bildern gezeigt. Der Familienkreis hatte mit den Drittklässlern bereits im November die Aufnahmen für das Krippenspiel in der Gegend um Teisendorf gemacht. Da saß Maria auf einer Hausbank vor einem alten Haus in Hausmoning und der Engel Gabriel erschien ihr. In einer anderen Szene versammelten sich alle Kinder vor diesem Haus und ein Bote erschien, um den Aufruf zur Volkszählung kund zu tun.

Es folgten mehrere Wegszenen, denn Maria und Josef hatten sich auf den Weg nach Jerusalem gemacht. Nach der vergeblichen Herbergsuche haben Maria und Josef ihr Lager in einem richtigen Stall aufgeschlagen, wo Jesus zur Welt kam. Die Hirtenszene auf freiem Felde nahe Teisendorf mit der Erscheinung des Engels, der Weg der Hirten zur Krippe und das Schlussbild mit allen Akteuren rund um die Krippe rundeten das sehr gelungene »Krippenspiel in Bildern« ab.

Die weihnachtliche Stimmung konnte in diesem Jahr bei den Gottesdiensten wieder durch den weihnachtlichen Duft des Weihrauchs unterstrichen werden. Das hatte im Vorjahr wegen Corona ausfallen müssen. Da große Messen mit Chor und Orchester pandemiebedingt nicht möglich waren, hatte sich Kirchenmusikerin Cäcilia Sommer für die musikalische Gestaltung der einzelnen Gottesdienste ein abwechslungsreiches Programm mit Gruppen in kleiner Besetzung einfallen lassen. In der Kindermette sang der Teeniechor Teisendorf. Die Christmette wurde von der Teisendorfer Klarinettenmusik begleitet, der Festgottesdienst am ersten Weihnachtsfeiertag von der Bläsergruppe Rupertino Brass. Am Ende der Gottesdienste erklang das »Stille Nacht, Heilige Nacht«, wegen der Maskenpflicht weniger laut, aber genau so innig.

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