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Handy nass geworden: Was kann ich jetzt tun? Der Reisbeutel-Trick hilft wirklich

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Handy nass geworden? Vorsicht vor falschen Ratschlägen. Wir zeigen Dir, was wirklich hilft. Foto: pixabay

Handy nass geworden? Was du tun kannst und was nicht! Heizung, Föhn, Ofen oder die Sonne sind absolut tabu! Wir zeigen Dir, was wirklich hilft.


Es ist schneller passiert als man denkt: Ob mit oder ohne Schutzhülle, Smartphones rutschen schnell aus der Hand. Fallen sie dabei ins Wasser, landen sie wenigstens weich, doch dafür ist die Nässe der natürliche Feind unserer Elektronik.

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Egal ob Dir Dein Handy in den Pool gefallen ist oder Du es "frisch" gewaschen aus der Waschmaschine holst, greife auf keinen Fall zu drastischen Mitteln wie Backofen, Mikrowelle, Föhn oder der Heizung. Denn es gilt: Viel hilft hier nicht viel.

Die Grundregeln im Überblick:

  • Handy schnell aus der Nässe holen
  • sofort ausschalten oder Akku entfernen
  • Wichtig: keiner Hitze aussetzen, sondern langsam trocknen!
  • sofern möglich: Gerät öffnen und mit Tüchern abtupfen
  • Handy in einen Reisbeutel legen und austrocknen lassen
  • nicht einschalten, bevor das Gerät innen vollständig trocken ist

So verlockend die schnelle Trocknung im Ofen oder der Mikrowelle auch klingen mag, solltest Du auf jeden Fall die Finger davon lassen! Denn Hitze schadet den sensiblen Elektro-Geräten massiv, auch vergleichsweise niedrige Temperaturen wie 30 oder 50 Grad im Backofen. Smartphones und die meisten anderen elektronischen Geräte sind für normale Raum- und Umgebungstemperaturen zwischen 0 und maximal 30 Grad konstruiert.

Achtung Explosionsgefahr: Auf keinen Fall in die Mikrowelle!

Nass gewordene Handys, Smartphones, Smartwatches und andere Kleingeräte sollten also niemals in den Ofen, auch nicht auf eine lauwarme Heizung oder in die Sonne gelegt werden. Gleiches gilt für den Einsatz eines Föhns: Setze das Handy keinesfalls dieser Hitze-Einwirkung aus.

Ein absolutes Tabu gilt für die Mikrowelle. Jegliche Art von Metallgegenständen dürfen nicht in die Mikrowelle gelegt werden, schon gar nicht elektronische Geräte. Es besteht Explosionsgefahr. Mit hoher Wahrscheinlichkeit kann das Handy Feuer fangen. Außerdem riskiert man nicht nur, das Handy vollends zu zerstören, auch die Mikrowelle kann dadurch Schaden nehmen.

Die sicherste Möglichkeit: Gerät von innen trocknen

Die höchste Erfolgschance zur Rettung Deines Smartphones ist die Reparatur. Das heißt, Du solltest das Gerät fachmännisch öffnen (zuvor unbedingt ausschalten), so viele Bauteile wie möglich entfernen und das Gerät von innen heraus mit wasser-aufsaugenden Tüchern abtrocknen. Wenn Du Dein Handy nicht selbst öffnen willst, bleibt bei dieser Variante nur eine möglichst zeitnahe Reparatur in einem Fachgeschäft.

Oder Du probierst unseren Haushaltstipp:

Langsam trocknen: Der Reisbeutel-Trick

Auch bei dieser Möglichkeit muss das Gerät unbedingt ausgeschaltet sein und auch bleiben, um einen möglichen Kurzschluss zu vermeiden. Halte die Standby-Taste gedrückt, bis die Option zum Ausschalten auf dem Display erscheint. Sollte der Button nicht mehr funktionieren, können iPhone-Nutzer das Gerät auch in den Einstellungen herunterfahren: Einstellungen -> Allgemein -> Ausschalten (Button ganz unten).

Natürlich empfiehlt es sich auch beim Reisbeutel-Trick, das Gerät zusätzlich zu öffnen und Bauteile wie den Akku oder die SIM-Karte zu entfernen um möglichst viele Stellen des Innenraums zu erreichen. Nach dem Trocknen mit Tüchern oder einem feinen Handtuch, legst Du das Handy in einen Beutel mit ungekochtem, rohen Reis. Achte darauf, dass das Gerät von den Körnern vollständig umschlossen wird.

Um zu vermeiden, dass der Reis zu sehr aufweicht und sich in den Lautsprecher- und Kopfhörer-Öffnungen festsetzt, solltest Du den Trocknungsprozess regelmäßig kontrollieren. Oder alternativ das Handy zuvor in Küchenpapier einwickeln und dann in einen Reisbeutel legen.