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Reil fallen heute für das Auswärtsspiel in der Landesliga Südost wohl einige Stammspieler aus

SB Chiemgau reist ersatzgeschwächt nach Freising

Der SB Chiemgau Traunstein biegt in der Fußball-Landesliga Südost schön langsam auf die Zielgerade der Saison ein. Noch sechs Spiele stehen für die Truppe von Trainer Jochen Reil auf dem Programm. Weiter geht's für den Rangdritten bereits am heutigen Freitag um 19.30 Uhr beim SE Freising.

SBC-Spieler Daniel Willberger (rechts, hier im Duell mit Türkgücü-Spieler Burkibar Cisse) peilt heute mit den Traunsteinern in Freising den dritten Sieg in Serie an. (Foto: Wirth)

Schon jetzt können die Traunsteiner zufrieden mit der Saison sein – und es ist durchaus noch einiges drin. Denn der SB Chiemgau steht als Tabellendritter nicht nur hervorragend da, sondern hat auch durchaus noch Platz zwei in Reichweite, der am Ende der Saison zur Aufstiegsrelegation berechtigt. Den nimmt momentan der punktgleiche ASV Dachau ein. Hinter den Traunsteinern lauern aber auch noch die SpVgg Landshut und der FC Deisenhofen, die beide nur einen Zähler weniger als die Reil-Elf in den bisherigen 26 Spielen gesammelt haben.

»Da kann noch so viel passieren«

Reil blockt bei diesem Thema aber nach wie vor ab. »Wir können darüber am vorletzten oder letzten Spieltag reden, wenn die Konstellation dann noch immer so ausschaut«, betont er. Jetzt seien alle Rechenspiele noch Wahnsinn, fügt der SBC-Trainer hinzu. »Wir haben noch so viele Spiele, so schwere Gegner, da kann noch alles passieren«, begründet er seine passive Haltung.

Nach dem Spiel in Freising stehen für seine Elf noch die Duelle beim ESV Freilassing (26. April, 18.30 Uhr), gegen den ASV Dachau (29. April, 15 Uhr), gegen den TSV Kastl (1. Mai, 14.30 Uhr), beim FC Töging (5. Mai, 19.30 Uhr) sowie beim FC Deisenhofen (13. Mai, 14 Uhr) an. Und damit geht's mit Dachau und Deisenhofen also auch noch gegen zwei direkte Tabellennachbarn.

Zuletzt musste sich der SBC ja zum Sieg gegen den SV Türkgügü-Ataspor München (3:2) zittern – und der war letztlich auch noch teuer erkauft. Denn Reil drohen diesmal gleich mehrere Stammspieler auszufallen. Waldemar Daniel (Zerrung) und Patrick Schön (Wade) zogen eben aus dem Türk-Spiel hartnäckige Blessuren davon. Max Bauer (Knie) verletzte sich unter der Woche im Training. Yannik Weiß und Thomas Höhensteiger sind zudem nach wie vor verletzt, Faruk Zeric meldete sich unter der Woche krank ab. Alexander Schlosser muss seine Rotsperre (die genaue Anzahl der Spiele steht noch nicht fest) absitzen und auch Winter-Neuzugang Franz Eyrainer ist ja noch bis 1. Mai gesperrt. »Das müssen wir jetzt stemmen«, weiß Reil, »wir haben aber die Qualität draußen«, setzt er auf seine Bank.

»Aber sie werden trotzdem 100 Prozent geben«

Den heutigen Gegner Freising schätzt er als spielstarken Gegner ein. »In der Vorrunde haben sie nicht gerade Glück gehabt«, betont Reil. 2017 legte Freising bisher aber eine starke Serie hin und holte aus neun Partien fünf Siege, zwei Unentschieden und verlor nur zwei Begegnungen. Damit arbeitete sich der heutige Gastgeber, der das Hinspiel beim SBC mit 0:3 verlor (Tore: Maximilian Probst/2 und Mateusz Galanek) ins gesicherte Mittelfeld der Tabelle vor und hat mit dem Auf- und Abstieg damit wohl nichts mehr zu tun.

»Aber sie werden trotzdem 100 Prozent geben«, ist sich Jochen Reil sicher, für den es übrigens ein besonderes Spiel werden wird. Denn er versteht sich blendend mit SE-Trainer Michael Schütz und befindet sich regelmäßig mit ihm im Austausch. »Wir haben einen engen Kontakt«, betont der SBC-Übungsleiter. Doch am heutigen Freitag wird die Freundschaft zumindest für 90 Minuten ruhen. Schließlich will der SB Chiemgau mit einem weiteren Erfolgserlebnis auf die Zielgerade einbiegen. SB