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Der Überseer Cantimo-Chor und das Teisendorfer Ensemble Zwischenklänge sangen in der Pfarrkirche

Zwei Chöre – ein Konzert

In der sehr gut besetzten großen Übersee Pfarrkirche stellten der Cantimo-Chor aus Übersee und das Ensemble Zwischenklänge aus Teisendorf ihr musikalisches Können unter Beweis. Zwei Chöre vereinten sich bei teils gemeinsam gesungenen Liedern, brachten aber auch typisches eigenes Liedgut zur Geltung. Das Publikum war begeistert!

Die beiden Chöre im Altarraum der Überseer Pfarrkirche. (Foto: Wolfgang Gasser)

Mit »Dub Dub Du«, einem swingenden rhythmischen Lied vereinten sich die beiden Chöre auf den Altarstufen. Es folgte, wieder von beiden Gruppen »Scat Clypso«. Das Dirigat teilten sich Claudia Winkler und Birgit Detsch. Die beiden Chöre antworteten auf diesen Wechsel, auch im Tempo, souverän und gewannen so das mitschwingende Publikum. Mit dem Spiritual »Soon ah will be done » erinnerten die Cantiamos an das Leid der afrikanischen Sklaven in Amerika. Hier zeigte der Cantimo-Chor drängend hart und trotzdem innig die Hoffnung der Sklaven auf Erlösung.

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Das schwedische Volkslied »Varvindar friska« beschwört den herannahenden Frühling, die Molltöne weisen aber bereits auf einen Abschied hin. Die Cantimos bauten aus zunächst individuellen Klangtönen einen Teppich, der dann das harmonische Fundament für die Solistinnen Ingrid Holzner, Dr. Elisabeth Hörterer und Anna Metz-Dörtbudak bildeten. Mit hinein genommen in die Sehnsucht nach Leben wurde das Publikum in »Gabriellas Song« aus dem Film »Wie im Himmel«.

Einen neuen Akzent setzten die »Zwischenklänge« mit dem Lied »Conquest of Paradise«, das sie von der Orgelempore aus sangen. Dieses Lied stammt aus der Feder von Vangelis, einem Komponisten der Gegenwart, und trägt archaisierende Merkmale. Mit seinem Ostinato erinnert es auch an Ravels Bolero. Die acht Sänger der Zwischenklänge kamen mit dem gern zum Nachhall neigenden Kirchenraum hervorragend zurecht. Im Lied »Weit, weit weg« antworteten die Cantiamos auf die »Zwischenklänge« die von der Empore aus sangen, ehe sie sich in der 3. Strophe an den Altarstufen vereinigten.

Darauf folgte ein flottes irisches Volkslied der »Zwischenklänge«, das von den Träumen eines Bauarbeiters erzählt. Mit einem »Chorgewitter« aus Schnipsen, Klatschen und Springen imitierten die Cantiamos ein herannahendes Gewitter mit Blitz und Donner, das das Publikum begeisterte. Der afrikanische Kanon »Ela pak wama wa lache« setzte die Stimmung des Chorgewitters fort und wurde dabei von Wolfgang Gasser auf Bongos begleitet.

Seinen ersten Duo-Auftritt hatte Markus Enzwieser mit Birgit Detsch im Lied »Felder voller Gold« Die warme Baritonstimme von Enzwieser harmonierte sehr schön mit dem klaren Alt von Birgit Detsch. Begleitet wurden beide sicher und einfühlsam von Stefan Unterhuber am Klavier, ehe die Cantiamos in das Lied einstimmten. Die »Zwischenklänge« brachten nun einen Block mit den Liedern »Übern See« von Lorenz Maierhofer, dem englischen Song »Ding a dong« und dem Tanzlied »Riverdance«. Hier zeigten sie ihr absolut sicheres Zusammenspiel der 8 Stimmen.

Stehend forderte das Publikum Zugaben, die ihnen gerne gewährt wurden. Abschließend wurden alle eingeladen, in der abgedunkelten Kirche, nur durch Kerzen beleuchtet, das Schlusslied »Neigen sich die Stunden« mitzusingen. Unter den Klängen dieses Liedes wurden die Zuhörer reich beschenkt aus der Kirche hinaus begleitet. akm