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Zu viele Menschen müssen abseits stehen

Siegsdorf. Zur Mitgliederversammlung mit Adventsfeier trafen sich die Siegsdorfer VdK-Mitglieder im Festsaal. Vorsitzender Lutz Grzeschik freute sich über den großen Zuspruch aus den Reihen des 734 Mitglieder zählenden Ortsverbandes und eröffnete die Versammlung mit besinnlichen Adventsgedanken und kritischen Betrachtungen zur gesellschaftlichen Situation.

Für 30 Jahre Mitgliedschaft im VdK-Ortsverband Siegsdorf ehrte Vorsitzender Lutz Grzeschik (rechts) Jakob Landler (von links), Hermann Fembacher und Hermann Ecker.

»Gegenseitiger Respekt und Achtung sollten auf allen Ebenen unser Handeln bestimmen«, sagte Grzeschik und verglich die heilige Familie auf ihrer Flucht nach Ägypten mit der heutigen Situation vieler politisch Verfolgter in der Welt.

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Auch in Siegsdorf müssten viel zu viele Menschen abseits stehen, Geschenke für sich oder die Familienangehörigen blieben unerfüllte Wunschgedanken, gerade an Weihnachten würden Altersarmut und soziale Ausgrenzung besonders deutlich, sagte der Vorsitzende und hoffte auf Besserung.

»Wir haben auch 2013 versucht, mit unterschiedlichsten Angeboten die Menschen zusammenzubringen und die Einsamkeit vieler älterer Mitmenschen zu mildern«, stellte der Vorsitzende am Beginn seiner Jahresrückschau fest. 231 Mal waren Vorstandsmitglieder unterwegs bei Geburtstags- oder Krankenbesuchen, verteilten Weihnachtspäckchen und versuchten mit Beihilfen und auch aktiver Unterstützung, notwendige Hilfe zu leisten. Bei der Aktion »Helft Wunden heilen« habe man über 5000 Euro gesammelt. Mit verschiedensten Angeboten versuche man, die Menschen in die Gemeinschaft zu integrieren und Möglichkeiten zum Knüpfen neuer Kontakte anzubieten.

Pfarrer Michael Krauß von der evangelischen Kirchengemeinde hatte wie immer Wissenswertes aus der Bibel im Gepäck und stellte den Auftrag Jesu in den Vordergrund: »Wir gemeinsam mit dem Rest der Welt – nicht ich gegen alle anderen! Genau, wie ihr vom VdK es das ganze Jahr über versucht.«

»Inklusion muss in den Köpfen der Menschen stattfinden, nur dann kann man ihren Sinn erfassen«, forderte Bürgermeister Thomas Kamm und dankte dem VdK-Ortsverband für »soziale und gesellschaftliche Verantwortung durch das ganze Jahr«. Kamm übergab dem Vorsitzenden abschließend als Unterstützung zur diesjährigen Weihnachtsaktion einen stattlichen Betrag aus seinem persönlichen Verfügungsmitteln.

Verbunden mit dem Dank an alle ehrenamtlichen Helfer zeigte Walter Hindlinger die sozialen Brennpunkte der Arbeit des VdK-Kreisverbandes auf und stellte die Schwerpunkte der Arbeit der Geschäftsstelle für die über 11 400 Mitglieder vor.

Für zehnjährige Vereinstreue sollten 25 Mitglieder geehrt werden; nur wenige waren aber trotz persönlicher Absprachen zur Versammlung erschienen. Seit 25 Jahren gehören Konrad Nitzl, Elsbeth Schulze, Josef Ramstötter, Christine Reitthaler und Johann Hamberger dem Ortsverband an und für 30-jährige Mitgliedschaft erhielten Heinz Plank, Hermann Fembacher, Hermann Ecker, Jakob Landler, Ludwig Lang und Franz Strasser Ehrenurkunden. FK