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Zoff wegen Preisanstiegs bei Jahresparkkarte

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Der Jahresparkschein 2018 kostete noch 30 Euro, im kommenden Jahr wird der Verkehrsteilnehmer mit 40 Euro zur Kasse gebeten – zum Ärger der Gemeinderäte von Schönau am Königssee. (Foto: Kastner)

Schönau am Königssee – Die von den Gemeinden Berchtesgaden und Ramsau forcierte Preisanhebung für den Jahresparkschein sorgte am Dienstag für Unmut im Gemeinderat Schönau am Königssee. Die dortigen Lokalpolitiker fühlen sich von ihren Kollegen in den Nachbargemeinden übergangen, denn in Schönau am Königssee ist man eigentlich geschlossen gegen eine Erhöhung von 30 auf 40 Euro. Dennoch beschloss man die Anhebung am Ende zähneknirschend mit 14:5 Stimmen.


In Ramsau hat man die Preiserhöhung bereits mehrheitlich beschlossen (wir berichteten), in Berchtesgaden steht das Thema noch an. »Mir passt das aber gar nicht«, sagte Bürgermeister Hannes Rasp am Dienstag. Schließlich sei das günstige Parkticket »das einzige Zuckerl, das wir den Einheimischen noch geben können«. Der Bürger schätze das sehr.

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Dennoch sah Bürgermeister Hannes Rasp keine andere Möglichkeit, als der Preisanhebung zuzustimmen. Denn wenn man hier Nein sage, gebe es ein Jahr lang unterschiedliche Preise. »Und im Jahr darauf wird das gemeinsame Parkticket dann ganz weg sein«, prognostizierte der Rathauschef. Dann werde jede Gemeinde für sich wieder 20 Euro verlangen, womit es am Ende noch teurer für den Bürger werde. In Schönau am Königssee hat man nach den Worten Rasps in diesem Jahr 800 Jahreskarten für Besitzer von BGL-Kennzeichen und noch einmal 800 Karten für Besitzer von Nicht-BGL-Kennzeichen verkauft. »Die Art und Weise, wie diese Preisanhebung zustande kam, ärgert mich«, sagte Franz Graßl (CSU). Das sei keine kollegiale Zusammenarbeit. So sah es auch Rudi Schwaiger (CSU), der sogar von einer »unverschämten Vorgehensweise« der Nachbargemeinden sprach. Jetzt werde die Gemeinde Schönau am Königssee unter Zugzwang gesetzt. »Eigentlich hätten wir ja ganz andere Baustellen«, betonte Schwaiger.

»Ich halte das nicht für sinnvoll und es stinkt mir«, warf auch Thomas Janzen (Freie Wähler) ein. Während der Gast im Talkessel viele Vergünstigungen bekomme, gehe der Einheimische nach entsprechendem EU-Urteil leer aus. »Da geht's mir ums Prinzip«, betonte Janzen, deshalb werde er der Erhöhung auch nicht zustimmen. Am Ende gab es aber doch eine 14:5-Mehrheit für die Preisanhebung zum 1. Januar. UK