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Zeitung: Putin ehrt Hunderte Journalisten für »Operation Krim«

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Auf der Krim
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Ein Mann posiert mit einer russischen Fahne in Sewastopol auf der Krim. Russlands Präsident Putin hat Hunderte Journalisten für ihre Berichterstattung über den Anschluss der Schwarzmeerhalbinsel ausgezeichnet. Foto: Hannibal Foto: dpa

Moskau (dpa) - Kremlchef Wladimir Putin hat einem Zeitungsbericht zufolge Hunderte Journalisten für ihre Berichterstattung über den Anschluss der Schwarzmeerhalbinsel Krim an Russland ausgezeichnet.


Gelobt würden in dem Dekret Putins »hohe Professionalität und Objektivität«, berichtete die Moskauer Zeitung »Wedomosti« am Montag. Der Ukas N269 sei am 22. April unterzeichnet worden, werde aber bisher geheim gehalten, hieß es. Auf der Liste stünden insgesamt 300 Namen, darunter die von 90 Korrespondenten.

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Die Orden für »Verdienste um das Vaterland« seien unter anderem an den Generaldirektor des Fernsehsenders NTW, Wladimir Kulistikow, und den Leiter der Rundfunkaufsicht, Alexander Scharow, überreicht worden. Auch die Chefredakteure der Staatsagentur Rossija Segodnja (Russland heute) und der Boulevardzeitung »Komsomolskaja Prawda«, Margarita Simonjan und Wladimir Sungorkin, erhielten demnach die Auszeichnung.

Kremlkritische Medien wie der Internet-Fernsehsender Doschd oder der Radiosender Echo Moskwy stünden dagegen nicht mit Mitarbeitern auf der Liste. Während der »Operation Krim« im März ließen die Behörden zudem mehrere kremlkritische Internetportale sperren, auf denen russische Experten und Intellektuelle das Vorgehen Moskaus verurteilt hatten.

Zuvor hatte Putin auch russische Soldaten ausgezeichnet, die im Hintergrund die umstrittene »Operation Krim« gesichert hatten. Die Namen nannte er nicht - wohl auch, um sie vor möglichen Einreiseverboten oder Sanktionen der EU und der USA zu schützen. Die EU und die USA verurteilen den Anschluss der zur Ukraine gehörenden Krim an Russland als schweren Bruch des Völkerrechts.