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»Wunderkind« und Nord-Süd-Duell: Darüber spricht die Liga

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Youssoufa Moukoko
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Endliche 16: Youssoufa Moukoko wurde mit vielen Vorschusslorbeeren bedacht und als «Wunderkind» gepriesen. Foto: Peter Ludewig/dpa Foto: dpa

Kann Schalke die schwarze Serie endlich beenden? Bleibt beim Nord-Süd-Schlager Bremen vs. Bayern alles beim Alten? Und wie schlägt sich das »Wunderkind« Moukoko beim Bundesliga-Debüt? Der 8. Spieltag verspricht wieder Spannung auf vielen Plätzen.


Berlin (dpa) - Die Liga legt los: Nach der von den Clubs eher ungeliebten Länderspielpause kehrt wieder der Bundesliga-Alltag ein. Sieben Partien stehen am Samstag auf dem Programm - ein Evergreen an der Isar gehört am 8. Spieltag bestimmt zu den Attraktionen.

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WOHLFÜHLGEGNER WERDER: Das 0:6 gegen Spanien ließ Manuel Neuer fassungslos zurück. Den Nations-League-Frust nach seinem 96. Länderspiel kann Deutschlands Fußball-Rekordnationaltorwart aber hinter sich lassen: Werder wartet. Die Bremer sind so etwas wie der Lieblingsgegner des FC Bayern. Die vergangenen 19 Bundesligaspiele haben die Münchner gegen die Norddeutschen gewonnen. Warum sollte sich am Samstag (15.30 Uhr) daran etwas ändern? Florian Kohfeldt hofft in seinem 100. Bundesligaspiel als Coach aber auf den Coup an der Isar, Hansi Flick will ihm den Gefallen im 50. Pflichtspiel als Bayern-Trainer nicht machen.

CORONA-ALARM: Gleich sieben Profis der TSG 1899 Hoffenheim wurden zuletzt positiv getestet. Trainer Sebastian Hoeneß muss gegen den Landesrivalen VfB Stuttgart am Samstag (15.30 Uhr/Sky) improvisieren. Dafür steht der so schmerzlich vermisste Torjäger Andrej Kramaric nach sieben verpassten Pflichtspielen vor seinem Comeback. Die seit fünf Spielen sieglosen Kraichgauer hätten die Partie gerne auf Sonntag verschoben, weil auch einige Nationalspieler erst am Donnerstag zurückkamen. Die DFL aber lehnte den Antrag ab.

OB ES SCHALKE DIESMAL SCHAFFT? Eher unwahrscheinlich. Wolfsburg war in dieser Saison bislang deutlich stärker und wesentlich gefestigter als Schalke. Hoffnung könnte höchstens die in Wolfsburg entstandene Unruhe um Trainer Oliver Glasner machen. Das Verhältnis zu Sportchef Jörg Schmadtke soll belastet sein. Zuletzt sorgte der Trainer mit Kritik an der Transferpolitik des VW-Clubs für Wirbel. Bislang übertrug sich das aber nicht auf den Platz. Schalke indes wirkte auch nach dem Trainerwechsel (Manuel Baum für David Wagner) extrem fragil. Möglicherweise hilft die Rückkehr des zuvor verletzten Suat Serdar.

BAYER-ÄRGER ÜBER VERLETZTE: Bayer-Trainer Peter Bosz war richtig sauer. »Wenn man einen verletzen will, dann kann man das auf diese Weise machen«, sagte der Leverkusener Coach nach der schweren Lendenwirbelverletzung des Argentiniers Exequiel Palacios im WM-Qualifikationsspiel gegen Paraguay. Der Mittelfeldprofi ist der dritte Südamerikaner nach Santiago Arias (Kolumbien) und Charles Aranguiz (Chile), der sich in einem Länderspiel verletzt hat und pausieren muss. Auch der Brasilianer Paulinho ist nach einem Kreuzbandriss noch nicht wieder einsatzfähig. In Bielefeld stehen Trainer Bosz in Wendell (Brasilien) und Lucas Alario (Argentinien) aber noch zwei Südamerikaner zur Verfügung.

MOUKOKO-DEBÜT: Endlich ist er 16. Mit vielen Vorschusslorbeeren könnte der vielerorts als »Wunderkind« gepriesene Youssoufa Moukoko im Spiel bei Hertha BSC am Samstag erstmals im Kader von Borussia Dortmund stehen. In der Junioren-Bundesliga schien der Torjäger zuletzt unterfordert, in 73 Spielen der höchsten Klasse bei der U17 und U19 traf er unglaubliche 127 Mal. Selbst für Bundestrainer Joachim Löw ist der Deutsch-Kameruner »eine Granate«.

DARF LICHTE NOCH MAL VERLIEREN? Die bisherige Bundesligabilanz des Mainzer Trainers Jan-Moritz Lichte liest sich bescheiden: Fünf Spiele, null Siege, nur ein Punkt und weiter der letzte Tabellenplatz. Das Gastspiel in Freiburg am Sonntag dürfte für den 40-Jährigen schon richtungsweisend sein. Zu seiner Rolle als Cheftrainer sagte er dem »Kicker«: »Es macht mir auf jeden Fall Spaß, auch wenn es wahrscheinlich noch mehr Spaß machen würde, wenn man Spiele gewinnt.« Wenn er mit Mainz erfolgreich sei, werde er »es wahrscheinlich noch ein bisschen länger machen - das ist im Moment mein Ziel«, fügte der Coach an.

© dpa-infocom, dpa:201119-99-395456/2

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