Wolf-Abschuss genehmigt – Regierung: »Aus Gründen der öffentlichen Sicherheit«

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Ein Wolfsrüde, der mehrere Tiere in der Region gerissen hat, ist hetzt zum Abschuss freigegeben worden. Foto: dpa

Die Regierung von Oberbayern hat den Abschuss eines Wolfs, der wiederholt in der Region Weidevieh gerissen hat, genehmigt.


In einer entsprechenden Pressemitteilung vom Freitag heißt es unter anderem, die »Entnahme« des männlichen Wolfes mit dem genetischen Code GW2425m werde »aus Gründen der öffentlichen Sicherheit« zulassen. Genanalysen hätten bestätigt, dass dieses Tier »die Verletzung bzw. Tötung mehrerer Schafe, Ziegen und Wildtiere in den Landkreisen Berchtesgadener Land, Traunstein und Rosenheim überwiegend in siedlungsnahen Gebieten verursacht hat.

Die am Bayerischen Landesamt für Umwelt einberufene Expertenkommission kommt in einer Gesamtbetrachtung der Ereignisse deshalb zu dem Ergebnis, dass das Tier sich wiederholt in unmittelbarer Nähe von bewohnten Häusern aufgehalten hat und offenbar die Nähe zu Siedlungsstrukturen sucht. Damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass es zu gefährlichen Begegnungen und Konflikten des Tieres mit Menschen kommt.«

Mit der Ausnahmegenehmigung soll eine Gefährdung von Menschen vermieden werden, »da bei einer Bewertung der Gesamtsituation für die Zukunft zu befürchten ist, dass Menschen zu Schaden kommen könnten«. Die näheren Einzelheiten und Maßgaben wird die Regierung von Oberbayern durch eine Allgemeinverfügung regeln, die voraussichtlich am Montag bekannt gegeben wird.

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