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Wohnen in Schleching – auch im Alter

Schleching. Bei der Schlechinger Bürgerversammlung referierte Annegret Schefold von der Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung im Bayerischen Sozialministerium über das Thema »Wohnen bleiben in Schleching – auch im Alter«. Dabei stellte sie auch die Ergebnisse einer Bürgerbefragung vor.

In Schleching sind 28 Prozent der Bevölkerung 65 Jahre und älter. Bei einer voraussichtlich geringfügigen Abnahme der Bevölkerung um etwa 100 Menschen bis 2021 werde der Anteil der älteren Bürger weiter ansteigen, so Schefold. Sie war überrascht von der guten Infrastruktur in Schleching mit ärztlicher Versorgung, ambulanter Pflege und Sozialem Netzwerk Achental, Dorfladen, mehreren Gaststätten und einem aktiven Vereinsleben.

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Nach der Befragung wären 42 Bürger bereit, auch »präventiv« in eine altersgerechte Wohnung umzuziehen, 38 Bürger nur »im Notfall«. »Etwas anderes als die jetzige Situation kommt für mich nicht in Frage,« äußerten zwölf Bürger. Schefold schlug vor, Wohnangebote, etwa zehn kleine Mietwohnungen, in zentraler Lage von Schleching zu schaffen. Die Gemeinde habe bereits mehrere Optionen im Blick.

Bürger wünschen sich barrierefreies Wohnen

Beim Umzug in eine altersgerechte Wohnung sind die Wünsche nach Unterstützung gefächert von barrierefreiem Wohnen (22), Ansprechpartner (14), guter Nachbarschaft (14) bis zu einer Pflege-Wohngemeinschaft (11). 56 Personen kommen mit dem derzeitigen Wohnumfeld noch gut zurecht, neun haben schon jetzt Schwierigkeiten mit Treppen, Bad oder Toilette.

Auch im Alter im angestammten Heim bleiben zu können und dort betreut zu werden, das wünschen sich 18 Bürger. Hierfür biete sich ein regelmäßiger Besuchsdienst mit Hausnotruf an.

Außerdem wurde der Wunsch nach ergänzenden Fahrangeboten – zusätzlich zum öffentlichen Nahverkehr – und »kleinen Hilfen« im Alltag geäußert, zum Beispiel Einkaufen, Besuch und Begleitung bei Behördengängen. Der Aufbau eines Fahr- und Begleitdienstes und die Stärkung der Nachbarschaftshilfe seien hierfür ein Weg. In einem Kompetenzzentrum als erste Anlaufstelle, eventuell in frei werdenden Räumen im Rathaus, sollen Sprechstunden stattfinden. Für die direkte Betreuung würden noch weitere Unterstützer gesucht.

Eine »Senioren-Genossenschaft« – Hilfen auf Gegenseitigkeit –, bei der sich fitte Senioren Helferstunden für späteren eigenen Bedarf gutschreiben lassen können, würde vom Sozialministerium gefördert, erklärte Schefold. bre