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Wo gibt es Einsparpotenzial?

Ruhpolding. Der »Arbeitskreis Energie« der Gemeinde Ruhpolding ging der Frage nach, wo man Strom einsparen kann. Die ersten Ergebnisse liegen nun vor.

Der Geschäftsführer der Stromversorgung Ruhpolding, Rolf Stibler, sagte, dass in der Gemeinde 800 Straßenlaternen unterschiedlichen Typs für die Beleuchtung sorgen. Manche der Laternen seien 40 Jahre und länger im Einsatz. Dies zeige sich besonders an den 258 Peitschenmastlaternen, von denen 214 zwischen 1960 und 1970 in Betrieb genommen wurden. Bei allen eingesetzten Straßenleuchten müsse geprüft werden, welche Einsparungen durch den Einsatz von effizienter Lichttechnik, wie etwa durch die Umstellung auf LED-Technik, möglich seien.

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Nach Auskunft der Gemeindekämmerin Doris Wiser werden für die Straßenbeleuchtung jährlich rund 290 000 Kilowattstunden benötigt. Auch über eine zeitweise Reduzierung der Beleuchtung könne man nachdenken, so Stibler.

Markus Haitzer legte für den Bereich Erneuerbare Energien die Bestandsdaten von Photovoltaikanlagen vor. Nach seinen Ermittlungen seien bis 2011 in Ruhpolding 109 Anlagen mit insgesamt 1,5 Megawatt peak (MWp) Höchstleistung installiert worden. Derzeit würden rund 20 Prozent des Energiebedarfs in Ruhpolding durch örtliche Erneuerbare Energien abgedeckt, ergänzte der Stromgenossenschaftschef. Im Vorjahr seien aus diesen Anlagen rund 1 375 911 Kilowattstunden in das Stromnetz eingespeist worden, aus zwei Biomassekraftwerken 63 495 Kilowattstunden und aus den abgerechneten zehn Wasserkraftwerken 3 264 365 Kilowattstunden.

Drei Arbeitsgruppen innerhalb des »Arbeitskreises Energie« arbeiten in Ruhpolding zusammen und bestellten bei dem Treffen auch jeweils ihre Sprecher. Die Arbeitsgruppe »Wasserkraft« wählte dazu den ersten Vorsitzenden der Vereinigung Wasserkraftwerke in Bayern, Anton Zeller, die Arbeitsgruppe »Neue Technologien« wird durch Franz Ringsgwandl vertreten und die Arbeitsgruppe »Energieeffizienz und Erneuerbare Energien« von Stefan Fritzenwenger. hab