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WM-Härtetest für Spanien gegen Frankreich

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WM-Gastgeber
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Spaniens König Felipe VI (M) soll vom Basketball-Nationalteam nicht enttäuscht werden bei der Heim-WM. Foto: Juan Carlos Hidalgo Foto: dpa

Madrid (dpa) - Auf dem Weg zum ersehnten Kräftemessen mit den USA wollen sich Spaniens Basketballer auch vom größten Rivalen in Europa nicht stoppen lassen.


Das Duell mit Europameister Frankreich im Viertelfinale wird für den WM-Gastgeber aber zum ersten richtigen Gradmesser beim bislang reibungslos verlaufenden Heimturnier. «Frankreich hat nichts zu verlieren, weil wir der große Favorit sind. Das macht sie gefährlich», sagte Spaniens Topstar Pau Gasol.

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Daran ändert auch das klare 88:64 in der Vorrunde nichts. «Das war ein komplett anderes Spiel», sagte Rudy Fernandez. «Ich glaube nicht, dass wir wieder so überlegen sein werden.» Auch im Gruppenspiel hielten die ohne ihren Topstar Tony Parker spielenden Franzosen die Partie lange offen, ehe sich die größere Klasse der Iberer doch durchsetzte. Die Brüder Pau (15) und Marc Gasol (17) glänzten in der vergangenen Woche in Granada mit zusammengezählt 32 Punkten.

«Wir dürfen sie nicht wieder so ins Spiel kommen lassen und müssen unsere Fehler abstellen», forderte Frankreichs Trainer Vincent Collet. Sein Team geht mit einem ganz besonderen Schub in das Duell in Madrid: Am Montag verfolgte die komplette Mannschaft die Neuvergabe der Europameisterschaft 2015, deren Schwerpunkt mit einer Vorrundengruppe und der K.o.-Runde in Frankreich liegen wird. «Das ist großartig», sagte Frankreichs Star Boris Diaw von den San Antonio Spurs. Auch der Deutsche Basketball Bund bekam mit Berlin den Zuschlag für eine Vorrundengruppe.

Wie gefährlich die Franzosen sein können, bekamen die Spanier im vergangenen Jahr bei der EM in Slowenien zu spüren. Im Halbfinale setzten sich die damals allerdings von Parker angeführten «Les Bleus» mit 75:72 durch und holten später den Titel. Allerdings konnten die Franzosen noch nie ein Viertelfinale bei einer Weltmeisterschaft für sich entscheiden.

Das soll nach den Vorstellungen der Gastgeber auch so bleiben. Schließlich ist in Spanien längst alles für den großen Showdown am Sonntag angerichtet, wenn die goldene spanische Generation die NBA-Stars vom Thron stoßen will. Ein Aus gegen den europäischen Erzrivalen aus Frankreich würde der WM-Party ein jähes Ende bereiten. Doch daran verschwendet niemand einen Gedanken. Alle Augen sind bereits auf die USA gerichtet.

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