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»Wirksamer Beitrag zum Umweltschutz«

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Berchtesgaden der erste deutsche Nationalpark mit Umweltmanagement
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Der Nationalpark Berchtesgaden ist der erste Nationalpark Deutschlands mit EU-zertifiziertem EMAS-Umweltmanagement. Der unabhängige Umweltgutachter Henning von Knobelsdorff (M.) überreichte kürzlich die validierte Umwelterklärung an Nationalparkleiter Dr. Roland Baier (r.) und Oliver Pohl, Umweltbeauftragter des Nationalparks Berchtesgaden. (Foto: Nationalpark Berchtesgaden)

Berchtesgaden – Die Nationalparkverwaltung Berchtesgaden hat sich in den vergangenen zwölf Monaten einem intensiven Analyseprozess gestellt. Das positive Ergebnis dieses Evaluierungsprozesses dokumentiert die Nationalparkverwaltung nun in einer offiziellen EMAS-Umwelterklärung.


Diese ist auch unter www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de einzusehen. Ziel der EU-weit einheitlichen sogenannten EMAS-Prüfung (Eco Management and Audit Scheme) war es, das betriebliche Umweltverhalten messbar zu machen. Ein unabhängiger Gutachter hat unter anderem Energieverbräuche, CO2-Emissionen, Dienstreisen und Papierverbrauch an den Standorten »Verwaltungsgebäude« und »Haus der Berge« analysiert und bewertet.

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Um zuverlässige Daten über das Umweltverhalten der Nationalparkverwaltung zu ermitteln, wurde im Frühjahr 2019 ein Umweltteam gegründet, das in jedem Sachgebiet detaillierte Audits und Befragungen durchgeführt hat.

»Die Erstellung einer solchen Umwelterklärung ist eine echte Herausforderung, da Arbeitsanforderungen und gesetzliche Grundlagen in jedem Sachgebiet unterschiedlich sind«, erläutert Oliver Pohl, Umweltmanagementbeauftragter der Nationalparkverwaltung. »Wir haben nun unseren aktuellen Stand erfasst, der bereits sehr hoch ist. Aber die richtige Arbeit beginnt jetzt erst«, betont der 57-Jährige. »Bis 2022 prüft ein Gutachter jährlich erneut unsere Umweltleistungen. Unser erklärtes Ziel ist es, uns kontinuierlich weiter zu verbessern.«

Beim Audit werden zum einen direkte Umweltleistungen wie Energieverbrauch, Ressourcenmanagement und Emissionen erfasst. Aber auch indirekte Umwelteinflüsse wie soziale Aspekte und gesellschaftliche Verantwortung kommen auf den Prüfstand. Ab 2023 wird sich die Nationalparkverwaltung in einem Dreijahresrhythmus der Evaluation stellen müssen, um das renommierte EMAS-Gütesiegel nicht zu verlieren.

Mit ihrem Engagement für nachhaltiges Handeln und das Einsparen von Ressourcen berücksichtigt die Nationalparkverwaltung darüber hinaus den Weltzukunftsvertrag der Vereinten Nationen, die »AGENDA 2030«. Deren 17 Nachhaltigkeitsziele, die sogenannten Sustainable Development Goals (SDG), definieren Bereiche, mit deren Hilfe der Wandel der Weltgemeinschaft hin zu einer nachhaltig handelnden Gesellschaft möglich werden kann.

Herausforderungen zur Lösung globaler Probleme können so regional und lokal in einer weltweit einheitlichen und weltweit verständlichen Form angenommen und dokumentiert werden. Für Oliver Pohl steht fest: »EMAS-geprüfte Organisationen leisten einen wirksamen Beitrag zum Umweltschutz, sparen Kosten ein und zeigen gesellschaftliche Verantwortung. EMAS stellt sicher, dass alle Umweltaspekte von Energieverbrauch bis zu Abfall und Emissionen rechtssicher und transparent umgesetzt werden.« fb