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»Wir fordern die Öffnung ab 11. Januar«

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Im Markt Berchtesgaden sind die Lockdown-Auswirkungen sichtbar: Viele Läden sind geschlossen, nur vereinzelt sind Menschen unterwegs. (Foto: Patrick Vietze)

Berchtesgaden – Die Aktiven Unternehmen Berchtesgaden beteiligen sich am Aktionsbündnis »handel-stehtzusammen«. Deren Initiatoren fordern, dass die Ladengeschäfte zeitnah wiedereröffnet werden. »Unter zeitnah verstehen wir: Wiedereröffnung am 11. Januar«, sagt der Vorsitzende der Aktiven Unternehmen, Thomas Hettegger. Zudem soll es eine verbindliche politische Zusicherung geben, dass Unternehmen, die in Folge der Schließungen in ihrer Existenz bedroht sind, durch entsprechende Entschädigungen abgesichert werden.


»Viele Geschäftsleute können die Regelungen nicht mehr verstehen, denn die Hygienekonzepte haben funktioniert«, so Hettegger. Der Verein, der 160 Mitglieder zählt, will nun intern eine Umfrage starten, wer sich an der Aktion beteiligen möchte. »Derzeit betreffen die Maßnahmen rund 30 Einzelhändler im Verein.«

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Am heutigen Dienstag werden die Ministerpräsidenten zusammen mit der Kanzlerin tagen, als Ergebnis wird eine Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar erwartet. Ob es zusätzlich verschärfte Regelungen gibt, bleibt abzuwarten. »Wenn das so weiter geht und ein Lockdown auf den nächsten folgt, dann wird sich die Situation bis Mai nicht ändern«, sagt der Vorsitzende. »Viele Geschäftsleute sehen die Maßnahmen als überzogen an: Ob ich nun eine Gurke oder ein Paar Schuhe kaufe, worin liegt da der Unterschied?«Der Einzelhandel werde derzeit finanziell im Regen stehen gelassen – und das, obwohl Existenzen bedroht sind. Das Aktionsbündnis wolle man unterstützen, um die mediale Aufmerksamkeit auf diese Thematik zu lenken. Der Vereinsvorsitzende warnt vor den Folgen: das Aussterben der Innenstädte, der Verlust von Arbeits- und auch Ausbildungsplätzen sowie ein immer größer werdender Online-Handel, der den Geschäftsleuten vor Ort nicht helfe. »Man muss den Einzelhändlern wieder eine Perspektive geben.«

Lena Klein