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Wiese staunt: Wolf für Mielitz - und Casteels patzt

Sinsheim (dpa) - Tim Wiese muss auf der Tribüne der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena das Gefühl beschlichen haben, dass ihn doch noch jemand brauchen könnte. Der bei 1899 Hoffenheim ausgemusterte Ex-Nationalkeeper sah beim 4:4 gegen Werder Bremen zwei Mannschaften, die ein Torwartproblem haben.

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Tim Wiese beobachtet von der Tribüne aus die Fehler seiner Kollegen. Foto: Uwe Anspach Foto: dpa

Werder-Coach Robin Dutt hatte Stammkeeper Sebastian Mielitz nach dessen zwei Patzern zuletzt beim 2:3 gegen Mainz auf die Bank gesetzt. «Wir hatten das Gefühl, dass wir Sebastian Mielitz nach eineinhalb Jahren, in denen er in die Kritik geraten ist, mal die Ruhe geben müssen, Dinge zu reflektieren», so Dutt. Bis Weihnachten soll das so bleiben.

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So feierte Raphael Wolf sein Liga-Debüt und sah dabei prompt einmal schlecht aus - Kevin Volland düpierte ihn mit einem Kopfball. Hoffenheims Koen Casteels leistete sich einen dicken Patzer, als ihm ein Pass von Aaron Hunt vor dem 2:2 durch die Beine flutschte. Die Formkurve des Belgiers zeigt nach unten. «Koen ist ein großes Torwarttalent, aber noch kein richtig guter Bundesliga-Torwart. Das muss er erst noch beweisen», sagte sein Trainer Markus Gisdol schon vor dem Spiel. Zumindest im Pokal am Dienstag bei Schalke darf jetzt wohl Ersatzkeeper Jens Grahl ran. Und Wiese? Zählte sich in einem Interview der Vorwoche immer noch zu den besten Keepern der Liga,