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Wieder hinter Gittern

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Foto: dpa/Symbolbild

Piding – Die Bundespolizei hat am Sonntag auf der Autobahn 8 mehrere Haftbefehle vollstreckt und dabei Justizschulden in einer Gesamthöhe von rund 4000 Euro kassiert.


Ein Albaner befindet sich mittlerweile in Untersuchungshaft. Für einen Bulgaren endete die Reise nach Deutschland, nach neun Jahren in Freiheit, erneut hinter Gittern.

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Bereits in den frühen Morgenstunden stoppten Bundespolizisten auf Höhe Schwarzbach ein Auto mit deutscher Zulassung. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass gegen einen 25-jährigen Mitfahrer ein Haftbefehl vorlag. Seine wegen Betrugs vom Amtsgericht Neuburg an der Donau verhängte Geldstrafe in Höhe von rund 2000 Euro hatte der Kroate bisher nicht beglichen. Da der Verurteilte nun zahlungsfähig war, durfte er seine Reise fortsetzen. Weniger Glück hatte ein Landsmann, der wenige Stunden später kontrolliert wurde. Der 49-Jährige war vor einem Jahr wegen Trunkenheit im Verkehr ebenfalls zu einer Geldstrafe von etwa 2000 Euro verurteilt worden. Da er das Geld nicht aufbringen konnte, muss er eine 40-tägige Ersatzhaft verbüßen.

Die nächsten 369 Tage muss ein Bulgare ins Gefängnis. Bei Überprüfung seiner Personalien stießen die Beamten auf einen Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Frankenthal. Bereits im Februar 2008 war der 54-Jährige wegen Gebrauchs falscher Zahlungskarten und -vordrucke zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Nachdem er einen Teil der Strafe in Mannheim abgesessen hatte, wurde er nach Bulgarien abgeschoben. Durch seine Rückkehr nach Deutschland steht dem Mann, der mittlerweile einen Wohnsitz in Frankreich hat, ein weiteres Jahr im Gefängnis bevor.