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Wie werde ich Verkäufer/in?

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Am Obstregal
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Morgens wird die Ware eingeräumt. Wer wie Leonie Gaul eine Ausbildung zur Verkäuferin macht, arbeitet vielerorts im Schichtdienst. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn Foto: dpa
Gemüse und Obst platzieren
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Die angehende Verkäuferin Leonie Gaul arbeitet in einer Filiale von Aldi Süd - und kümmert sich zum Beispiel darum, Obst und Gemüse in der Auslage zu platzieren. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn Foto: dpa
Warenbestand
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Die Auszubildende überprüft den Warenbestand in den Regalen für Nachbestellungen. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn Foto: dpa
Ware prüfen
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In der zweijährigen Ausbildung lernt Leonie Gaul (l) alles, was für den Arbeitsalltag im Einzelhandel wichtig ist. Ihr Filialleiter Fabrizio Vella steht ihr dabei zur Seite. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn Foto: dpa
An der Kasse
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Das Kassieren gehört natürlich auch dazu, wie auch Spaß am Umgang mit Kundinnen und Kunden. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn Foto: dpa
Leonie Gaul
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Leonie Gaul absolviert eine Ausbildung zur Verkäuferin bei Aldi Süd. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn Foto: dpa

Kundenkontakt, fachgerechter Umgang mit Waren und Organisatorisches: Der Beruf von Verkäuferinnen und Verkäufern ist vielseitig - genauso wie die Einsatzmöglichkeiten.


Dormagen/Berlin (dpa/tmn) - Ein Beruf, der einen fordert - den wollte Leonie Gaul. Die 20-Jährige entschied sich dafür, Verkäuferin zu werden - und hat diesen Schritt bislang noch keinen Tag bereut.

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»Ein Job im Einzelhandel ist viel mehr als einfach nur Waren an den Mann oder an die Frau zu bringen«, sagt Leonie Gaul, die eine Ausbildung bei Aldi-Süd in Dormagen (Rhein-Kreis Neuss) absolviert.

Das Beste an dem Beruf? »Das ist der Kontakt mit Kunden unterschiedlichster Art«, sagt Leonie Gaul. Ob Bewerber Freude am Umgang mit Menschen haben, ist schon im Vorstellungsgespräch Thema. »Kandidaten müssen neben einem Faible für Kunden- und Serviceorientierung auch Teamgeist mitbringen«, sagt Katharina Weinert vom Handelsverband Deutschland (HDE) in Berlin. Pluspunkte sind auch ein Hang zur Sorgfalt und ein ausgeprägter Ordnungssinn.

Preise und Rabatte kalkulieren

Von Vorteil sind zudem gute Noten in Mathematik - damit fällt zum Beispiel das Kalkulieren von Preisen oder Rabatten leichter. Wichtig ist auch eine gute mündliche Ausdrucksweise, um Kunden beraten zu können. »Wer dann auch noch ein Organisationstalent ist, kann sich im Einzelhandel gut verwirklichen«, so Weinert.

Leonie Gauls Arbeitsalltag als Auszubildende sieht üblicherweise so aus: Waren einräumen, kassieren, für Ordnung in Laden und Regalen sorgen und Kunden beraten. In Sachen Organisation geht es etwa darum, den Warenbestand zu kontrollieren und zu pflegen, rechtzeitig fehlende Produkte zu bestellen, Lieferungen anzunehmen, zu kontrollieren und richtig zu lagern.

»Toll ist, dass ich in meinem Ausbildungsbetrieb früh viel Verantwortung habe und Vertrauen in meine Fähigkeiten gezeigt wird«, sagt die 20-Jährige. Auch ein geregelter Tagesablauf und eine faire Ausbildungsvergütung sprechen für den Job.

Von Drogerie bis Elektromarkt

Verkäuferinnen und Verkäufer haben vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Sie können im Supermarkt arbeiten oder etwa im Mode- und Schmuckhandel tätig sein, auch Drogerien und Parfümerien brauchen geschultes Personal. »Jeder kann sein Interessengebiet zum Beruf machen«, erklärt Weinert.

Wer Kunden dazu beraten will, wie man Räume mit den richtigen Details zum Strahlen bringt, ist etwa als Verkäufer in einem Baumarkt oder im Dekohandel richtig. Diejenigen, die auf Gaming oder Technik stehen, sind womöglich die perfekten Mitarbeiter in einem Elektromarkt.

Schichtdienst ist gewöhnungsbedürftig

Die Angestellten im Einzelhandel sind in der Regel an die dort üblichen Öffnungszeiten gebunden und arbeiten oft im Schichtdienst.

Für viele Auszubildende sind die wechselnden Arbeitszeiten erst einmal gewöhnungsbedürftig. »Mich an den neuen Schlafrhythmus aufgrund des Schichtdienstes zu gewöhnen, war die bislang größte Herausforderung für mich«, erzählt Leonie Gaul.

Sie steht kurz vor Ende ihrer Ausbildung, die im Betrieb und in der Berufsschule erfolgt. Regulär dauert sie zwei Jahre. Weil Leonie Gaul das Abitur hat, kann sie die Ausbildung verkürzen.

Zwischen 755 und 900 Euro pro Monat im ersten Jahr

Wie hoch die Vergütung für Azubis ausfällt, hängt von dem jeweiligen Tarifvertrag und dem Bundesland ab. Laut Bundesagentur für Arbeit kann die monatliche Bruttovergütung im ersten Jahr zwischen 755 und 900 Euro liegen, im zweiten Jahr zwischen 805 und 1005 Euro. »Einige Handelsunternehmen zahlen ihren Azubis eine übertarifliche Ausbildungsvergütung«, sagt Weinert. Hinzu kämen mitunter Extras.

Das Einstiegsgehalt einer fertig ausgebildeten Fachkraft kann laut Bundesagentur für Arbeit bei bis zu 2700 Euro brutto pro Monat liegen, aber auch deutlich darüber. »Hier kommt es ebenfalls darauf an, bei welchem Handelsunternehmen man beschäftigt ist«, so Weinert.

Wer will, kann sich weiterbilden, zum Beispiel in Sachen Onlinehandel. Auch eine sogenannte Aufstiegsweiterbildung ist eine Option. So können Verkäufer sich beispielsweise zu Handelsfachwirten weiterqualifizieren. Leonie Gaul schließt nicht aus, eines Tages ein duales Studium zu absolvieren. »Momentan ist das aber offen.«

© dpa-infocom, dpa:210205-99-318324/5

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