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Wie Linkshänder in der Arbeitswelt leiden

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Die Arbeitswelt des Linkshänders
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Viele Handwerks- und Arbeitsmaterialien sind mittlerweile in einer Linkshänderversion verfügbar. Bei der Anschaffung sind Betroffene jedoch auf die Kulanz des Chefs angewiesen. Foto: Tobias Kleinschmidt Foto: dpa

Linkshänder haben es im Alltag oft schwerer als ihre rechtshändigen Mitmenschen. Das gilt auch am Arbeitsplatz. Denn viele Werkzeuge und Apparate sind auf die Bedürfnisse von Rechtshändern zugeschnitten.


München (dpa/tmn) - Linkshänder haben es im Beruf mitunter schwerer als Rechtshänder. Die Tücken ihres Alltags liegen dabei oft im Detail.

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«Der Zahlenblock ist auf Tastaturen standardmäßig rechts, Arbeitsgeräte für Handwerker wie Abstandsmesser sind falsch herum und Ärzte müssen sich umständlich verdrehen um an ihre Apparaturen zu kommen», sagt die Psychologin Johanna Barbara Sattler von der Beratungsstelle «Lefthander Consulting».

Oft könnte man leicht Abhilfe verschaffen. «Tastaturen und bestimmte Handwerksmaterialien für Linkshänder gibt es - doch die Betroffenen sind auf die Kulanz ihres Chefs angewiesen, diese zu beschaffen. Oder sie müssen sie selber kaufen», sagt Sattler. Einfacher ist es meist mit den Computermäusen. Sofern sie nicht ergonomisch geformt sind, lassen sie sich auch links benutzen.

Linkshänder, die sich inzwischen an ihren Rechtshänder-Arbeitsplatz gewöhnt haben, leiden manchmal dennoch. Auch wenn auf den ersten Blick alles gut funktioniert, können trotzdem die typischen «Umschulungs-Folgen» wie Konzentrationsschwierigkeiten, Gedächtnisschwierigkeiten und schnellere Ermüdung auftreten. Wer starke Beschwerden hat, kann über eine Rückschulung nachdenken.