weather-image
18°

Wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Cemalettin Ucar war maßgeblich am wichtigen 5:2-Erfolg des TSV Berchtesgaden über den SV Laufen beteiligt. Foto: Anzeiger/Wechslinger

Berchtesgaden - Mehr als 75 Zuschauer hätte der Abstiegskampf zwischen dem TSV Berchtesgaden und dem SV Laufen schon verdient gehabt. Wer das spannende Spiel nicht gesehen hat, versäumte interessante heimische Fußballkost. Denn für Spannung war auf einer gut bespielbaren Breitwiese bei schönem Fußballwetter gesorgt. Zunächst sahen sich die Platzherren nach einer komfortablen Führung schon auf einem guten Weg, ehe eklatante Abwehrfehler für einen zwischenzeitlichen Ausgleich der Salzachstädter gesorgt haben. Am Ende setzte sich die größere Kampfkraft des TSV Berchtesgaden durch.


In einem sogenannten Sechspunktespiel standen sich der Tabellenvorletzte TSV Berchtesgaden und der Zehnte SV Laufen gegenüber. Für die Platzherren sprach eine gute Aufstellung, gegen die Grenzstädter fünf verletzte respektive verhinderte Spieler.

Anzeige

So übernahmen die Berchtesgadener vom Anpfiff des Schiedsrichters Philip Mix vom TSV Tengling an die Initiative und setzten die ersatzgeschwächten Gäste unter Dauerdruck, der erstmals in der 16. Minute zu einem Ergebnis führte. Da nämlich donnerte Stefan Sontheimer nach mehreren TSV-Chancen einen berechtigten Elfmeter zum 1:0 für den TSV Berchtesgaden in die Tormaschen.

Wenig später verpassten »Freund und Feind« ein ideales Zuspiel von Oliver Czismadia, der immer wieder über die linke Seite durchgebrochen war. Als Cemalettin Ucar in der 20. Minute auf 2:0 stellte, schien die Gegenwehr der Laufener zunächst einmal gebrochen. Umso mehr als Ucar wenig später eine weitere große Chance vergab. Doch Laufen setzte nach und nützte eine leichtfertig vergebene Ballstafette der Gastgeber. Die verloren nämlich im Angriff das »Leder«, das in kurzem Spiel und ohne entsprechende Berchtesgadener Gegenwehr im Angriffsmittelpunkt landete, wo Max Hanel keine Mühe hatte, auf 1:2 zu verkürzen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff platzierte Andreas Hartmann einen Schuss so geschickt, dass der Gästetorhüter Sebastian Fial nur mit größter Mühe das 3:1 verhindern konnte. So war die knappe Führung des TSV Berchtesgaden zur Pause hoch verdient.

Wie schon beim 1:1 gegen Peterskirchen, ließ sich der TSV Berchtesgaden mit Beginn des zweiten Durchganges weit zurückfallen und wurde dafür früh bestraft. In der 56. Minute gab es nämlich im Berchtesgadener Strafraum in völlig ungefährlicher Situation einen berechtigten Elfmeter. Doch Teufelskerl Schach fischte den platziert getretenen Strafstoß vom Laufener Mannschaftskapitän Florian Hollinger aus der rechten Torecke.

Anstatt gestärkt aus dieser geglückten Situation hervorzugehen, fingen die Platzherren nur wenig später dennoch den Ausgleichstreffer ein. Zunächst rettete noch TSV-Schlussmann Stefan Schach sensationell, doch den Nachschuss drückte Christian Höhn zum 2:2 ein. Jetzt sah es auf einmal zappenduster für den TSV Berchtesgaden aus. Doch da war ja noch Ucar, der mit einem schnellen Gegenzug die neuerliche 3:2-Führung für den TSV Berchtesgaden herstellte. Auch dieser Treffer war ein Augenschmaus. Wenig später hätte Ucar fast ein weiteres Tor erzielt, doch der Ball titschte vom Pfosten ins Aus.

In der 71. Minute krönte Marek Brazina seine starke Leistung mit dem 4:2 per Kopfballlupfer. Danach kamen die Laufener noch zu zwei guten Möglichkeiten, ehe der eingewechselte Robert Reichlmeier nach einem idealen Querpass von Christian Lindner nach einer insgesamt sehr guten Vorstellung des TSV Berchtesgaden den 5:2-Endstand erzielte.

Mit der Ausbeute von zehn Punkten aus den vier Spielen der Frühjahrsrunde hat der TSV Berchtesgaden nun alle Möglichkeiten, den Klassenerhalt sogar direkt zu sichern und gar nicht in die Relegation zu müssen. Die nächste Möglichkeit zu punkten eröffnet sich dem Breitwiesen-Express bereits am kommenden Samstag ab 16.00 Uhr beim TSV Bad Reichenhall.

TSV Berchtesgaden: Schach; Pilz, Brazina, Gökbayrak, Botzenhard, Hartmann, Lindner, Sontheimer, Czismadia, Winkler, Ucar, Hinterbrandner, Reichlmeier. Christian Wechslinger