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Weniger Wildcamper dank neuem Stellplatz?

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Schönau: Weniger Wildcamper dank neuem Stellplatz? | Königssee
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Bald sollen auf dieser Wiese Wohnmobilfahrer einen Stellplatz bekommen. Mithilfe von Automaten erhalten sie dann Strom, Wasser, müssen ihren Fremdenverkehrsbeitrag bezahlen und können gegen Gebühr ihr Abwasser ablassen. (Foto: Christian Wechslinger)

Schönau am Königssee – Katharina und Stefan Pfnür wollen auf einer Wiese an der Schornstraße einen voll automatisierten Tages- und Nachtstellplatz für Wohnmobile bauen. Der Gemeinderat Schönau am Königssee hat in seiner Sitzung am Dienstag dem Antrag des Ehepaars auf Änderung des Flächennutzungsplans und Aufstellung eines Bebauungsplans einstimmig zugestimmt. Bürgermeister Hannes Rasp begrüßt das Projekt.


Der geplante Übernachtungsplatz soll mit Automaten ausgestattet werden. So können Wohnmobil-Urlauber zum Beispiel gegen Geldeinwurf Wasser und Strom erhalten und auch das Abwasser aus dem Camper ablassen können.

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Bürgermeister Hannes Rasp hofft, dass dieser Platz Verbesserungen in der Gemeinde mit sich bringt: »Die Wildcamper auf unseren Parkplätzen sind auf Dauer kein Zustand.« Das Verreisen mit Wohnmobilen liege im Trend, auf den man damit reagiere. »Ich finde, es ist eine super Ergänzung zu den beiden Campingplätzen, die wir schon in der Gemeinde haben.«

2. Bürgermeister Richard Lenz (FWG) sagte, er habe »nichts dagegen«: »Ein Tages- und Nachtstellplatz geht ab.« Ihm sei aber wichtig, dass auch die Kurtaxe eingezogen wird. Auch dies solle laut Rasp automatisch geschehen.

Markus Koll (FWG) merkte an, dass man dringend Hundeklos mit Kotbeuteln aufstellen solle: »Die haben alle Hunde dabei.« Ansonsten habe man das Problem mit Hundehaufen im Umfeld.

Andreas Pfnür (SPD) äußerte den Wunsch, das Areal mit natürlichem Gehölz einzufassen. Beppo Maltan (FWG) forderte: »Wenn der Platz kommt, muss aber auch verstärkt kontrolliert werden.«

Der Rathauschef nickte und sagte dazu: »Wir haben auch alle Parkplätze dementsprechend beschildert.« In diesem Jahr sei ein Parkplatz nach vermehrten Beschwerden sogar besonders stark kontrolliert worden. »Ich habe mich nur davor gewehrt, weil wir ja bisher keine Alternative anbieten konnten. Jetzt ist das Angebot da.«

Nach dem einstimmigen Beschluss wird nun ein Bebauungsplan aufgestellt und eine Änderung des Flächennutzungsplans in die Wege geleitet.

Annabelle Voss