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Weniger Weiß in Weißbach

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Rund 70 Helfer von Feuerwehren und THW sind derzeit in Weißbach an der Alpenstraße im Einsatz. (Foto: Bauregger)

Schneizlreuth – Auch am fünften Tag seit Ausrufung des K-Falles sind in Weißbach an der Alpenstraße 15 Aktive der Ortsfeuerwehr und 55 Einsatzkräfte des THW mit einem Ladekran im Einsatz, um Dächer von der Schneelast zu befreien. Laut Einsatzkommando hatten sich insgesamt 93 Hausbesitzer in Weißbach gemeldet und um Räumung gebeten. Bis Montag waren 66 Ansuchen erledigt. 16 hatten ihre Dächer bereits selber geräumt. Für Dienstag und Mittwoch verbleiben weitere 11 Einsatzorte.


Parallel ist ein Baufachberater im Ort unterwegs, um die Notwendigkeit einer Räumung zu prüfen. Auch ein Krankenwagen des BRK ist am Feuerwehrhaus stationiert. Obwohl sich die Lage langsam entspannt, war die B 305 am Dienstagvormittag wegen des Lawinenabgangs auf Höhe des Gletschergartens am Sonntagabend zwischen Inzell und Weißbach weiter gesperrt.

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Wie jeden Tag kam auch am Montagabend die Einsatzleitung zur täglichen Lagebesprechung im Weißbacher Feuerwehrhaus zusammen. In der Einsatzleitung wechseln sich die beiden Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Weißbach, Wolfgang Bauregger und Florian Öttl, ab. Weitere Mitglieder sind Stefan Öttl, Hubert Freiwang von der Feuerwehr, Christian Grasser und Michael Kleierl vom THW Ortsverband Nabburg.

Auch Bürgermeister Wolfgang Simon und sein Stellvertreter Heinrich Steyerer waren anwesend, um sich über die aktuelle Lage zu informieren. Neben der Ortsfeuerwehr, die täglich etwa 20 bis 25 Mann im Einsatz hat und je acht bis neun Feuerwehrkameraden aus Bayerisch Gmain beteiligen sich seit Freitag THW-Einheiten mit durchschnittlich 50 Freiwilligen, vornehmlich aus Niederbayern und der Oberpfalz, aus Berchtesgaden und Ingolstadt, sowie eine Drehleiter der Feuerwehr Ingolstadt an den Einsätzen in Weißbach und im Ortsteil Jochberg.

Wie Bauregger weiter erläuterte, waren insbesondere die Räumungen in Jochberg herausfordernd. Zum einen wegen der Schneehöhen und zum anderen wegen der großen Schneehaufen bei ohnehin bereits sehr beengten Platzverhältnissen. Aufwendig und oft nur mit dem Einsatz von Spezialfahrzeugen und -geräten durchführbar gestalteten sich auch die Dachräumungen bei den großen Bauernhöfen rund um die Tankstelle, am Gasthof »Stabach«, wo das Vordach nur von der Drehleiter aus zu räumen war, und beim Geschäftshaus in der Ortsmitte.

Die Einsätze werden normalerweise zwischen 7.30 und 19 Uhr abgehandelt. Allerdings dauerte es am Samstag bis 21.30 Uhr und am Sonntag – wegen des zusätzlichen Lawinenabgangs – bis 2 Uhr. Die Verpflegung mit Getränken und Essen sei in Zusammenarbeit mit der Gemeinde hervorragend organisiert. Hausbesitzer versorgten die Helfer mit Essen und Getränken, viele Bürger bringen Kuchen und Kaffee zum Feuerwehrhaus. Werner Bauregger