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Weniger Lkw-Fahrten zur Traunreuter Herdefabrik

Traunreut. Die Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH (BSH) hat auf dem Firmengelände der Traunreuter Herdefabrik ein Containerterminal mit Gleisanschluss an das Bahnnetz in Betrieb genommen. Mit der Inbetriebnahme des neuen Umschlagplatzes werden in Traunreut jetzt jährlich weitere 1000 Lkw-Fahrten überflüssig. Im Beisein von Vertretern der BSH-Geschäftsleitung sowie des Landkreises und der Stadt Traunreut wurde das Terminal jetzt eingeweiht.

»Ihr habt das Projekt super hingekriegt«, lobte der Konzerngeschäftsleiter für Logistik und Vertrieb, Jean Dufour, das Traunreuter Logistikteam um Hans Bernhofer. Der Standort sei für die BSH von großer Bedeutung, zumal über 50 Prozent der Geräte aus Traunreut weltweit exportiert werden. Dank des Terminals könne man sowohl die Anlieferung von Stahl als auch die Auslieferung von Geräten weitgehend auf die Schiene verlagern. Durch zahlreiche Maßnahmen, wie beispielsweise den verstärkten Einsatz von Bahnwaggons für den Fertiggeräte-Transport, spart die BSH Traunreut jährlich bisher bereits 8000 Lkw-Fahrten ein. Mit dem neuen Containerterminal können nun die Geräte für den Import und Export auch direkt per Bahn-Container von Traunreut aus umweltfreundlich transportiert werden.

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BSH-Logistikchef Hans-Gerd Bauerfeind berichtete, die bereits vorhandenen beiden Gleisanschlüsse wurden hergerichtet und es wurde eine rund 1000 Quadratmeter große Fläche zum Be- und Entladen der Container mit einem Kran angelegt. Zur Ausstattung gehören auch ein Waggonrangiergerät, eine Sattelzugmaschine und zwei Containerchassis.

Ein gutes Gelingen und eine unfallfreie Arbeit wünschte der Traunreuter Standortleiter Günter Striegel Hans Bernhofer und seinem Team. Als einer der größten Arbeitgeber in der Region habe die Herdefabrik auch eine besondere Verpflichtung gegenüber Stadt und Region, sagte der Werkleiter. Der neue Containerstandort, in den laut Striegel rund 300 000 Euro investiert wurden, sei eine weitere Entlastung für den Verkehr und die Umwelt.

Europas führender Hausgerätehersteller beschäftigt am Standort Traunreut knapp 2500 Mitarbeiter. Seit der Eröffnung der Traunreuter Herdefabrik 1952 wurden mehr als 25 Millionen Geräte ausgeliefert. Jährlich verlassen den Standort rund 980 000 Kochfelder, über eine Million Herde und rund 270 000 Warmwassergeräte.

Landrat Hermann Steinmaßl und Bürgermeister Franz Parzinger stellten in ihren Grußworten die große Bedeutung der Herdefabrik für die Region heraus. Der Standort, die Produktion und die Logistik seien eine positive Botschaft für die Entwicklung der Region mit ihrer geringen Arbeitslosigkeit, sagte Steinmaßl. Er wünschte dem Unternehmen weiterhin, dass »möglichst viele Güter raus gehen, denn dann wissen wir, dass es dem Unternehmen, der Stadt und der Region gut geht.« Parzinger sagte, dass er von Anfang hundertprozentig hinter dem Projekt gestanden habe. Gleichzeitig zeige sich einmal mehr, wie wichtig die Entscheidung gewesen sei, den Bahnhaltepunkt Traunreut auszubauen. ga