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Weltmeister Spanien quält sich zum Sieg in Tiflis

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Georgien-Spanien
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Die Spanier haben in der Schlussphase dann doch noch das 1:0 in Georgien erzielt. Foto: Zurab Kurtsikidze Foto: dpa

Tiflis/Madrid (dpa) - Fußball-Weltmeister Spanien geriet schon auf der ersten Etappe nach Brasilien 2014 mächtig ins Schwitzen. Erst vier Minuten vor Schluss konnte Roberto Soldado den georgischen Catenaccio in Tiflis mit dem Tor zum schwer erkämpften 1:0 knacken.


Immerhin verlängerte der Angreifer vom FC Valencia, der für die EURO in Polen und der Ukraine nicht berücksichtigt worden war, damit die iberische Serie in EM- oder WM-Qualifikationsspielen auf 23 Siege nacheinander. «Soldado verhindert ein Trauma», titelte die Madrider Zeitung «El País».

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Als «schwerfällig» bezeichnete das Madrider Sportblatt «Marca» den Auftritt des Titelverteidigers. Die spanische Mannschaft habe ihre überwältigende Überlegenheit gegen einen äußerst defensiv spielenden Rivalen nicht ausnutzen können. Auch das Konkurrenzblatt «Sport» aus Barcelona stellte enttäuscht fest, dass der Weltmeister diesmal nicht glänzte. Die Dominanz sei zwar total, aber bis kurz vor dem Spielende auch «fruchtlos» gewesen.

Als unüberwindlich erwies sich lange Zeit Georgiens Torhüter Georgi Loria, der die spanischen Angreifer mit seinen Paraden schier zur Verzweiflung brachte. Trainer Vicente Del Bosque musste lange Zeit die fehlende Dynamik im Angriff bemängeln, doch in der 86. Minute war aller Ärger verraucht, als Soldado eine Vorlage des erst kurz zuvor eingewechselten Barça-Spielers Cesc Fábregas zum einzigen Tor nutzte.

Dieses erlebte David Villa von der Ersatzbank aus. Del Bosque verzichtete auf einen Einsatz des Barcelona-Stürmers, der sich vor neun Monaten bei der Club-WM in Japan das Schienbein gebrochen hatte.