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Welche prominenten Politiker die Partei bisher verließen

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AfD-Aussteiger
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Beide nicht mehr dabei: Der zu dieser Zeit noch amtierende AfD-Chef Bernd Lucke und seine damalige Co-Vorsitzende Frauke Petry. Foto: Federico Gambarini Foto: dpa

Berlin (dpa) - Der rechtsnationale Politiker André Poggenburg kehrt der AfD den Rücken. Damit geht eines ihrer bekanntesten Gesichter. Austritte gab es schon einige, selbst von Spitzenleuten der Partei:


BERND LUCKE: Nachdem der damalige AfD-Chef im Juli 2015 bei der Wahl zu dem Spitzenposten gegen Frauke Petry den Kürzeren zog, tritt der Mitbegründer aus - er begründet dies mit einem »Rechtsruck« der als Euro-kritischen Partei geformten AfD. In seine neue Gruppierung Alfa folgen dem EU-Abgeordneten mehrere Kollegen, darunter auch weitere vier der seinerzeit insgesamt sieben AfD-Mitglieder im EU-Parlament. Seit November 2016 heißt Luckes Partei Liberal-Konservative Reformer (LKR), ein Teil ihrer EU-Mitstreiter hat diese mittlerweile verlassen. Die Chancen stehen schlecht, dass die Ex-AfD-Mitglieder nach der Europawahl im Mai 2019 ihre Mandate halten können.

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FRAUKE PETRY und MARCUS PRETZELL: Wegen des Streits über die politische Ausrichtung verlässt die damalige AfD-Chefin Petry unmittelbar nach der Bundestagswahl im September 2017 die Partei und zieht als fraktionslose Abgeordnete ins Parlament ein. Auch ihr Ehemann Pretzell, EU-Abgeordneter und seinerzeit AfD-Chef in Nordrhein-Westfalen, kehrt den Rechtspopulisten den Rücken und sitzt seither als fraktionsloser Parlamentarier in Brüssel und Straßburg. Beide gründen im Herbst 2017 die Blaue Partei, die nach eigener Aussage Liberale und Konservative vertreten will.

MARIO MIERUCH und UWE KAMANN: Wie Petry sitzen die beiden früheren AfD-Politiker als fraktionslose Abgeordnete im Parlament. Mieruch verlässt 2017 noch vor der Konstituierung des Bundestages die Partei. Kamann, damals fachpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion für Digitalisierung, kündigt im Dezember 2018 seinen Austritt aus Partei und Fraktion an. Grund seien unterschiedliche Auffassungen über die politische Ausrichtung.

BERNHARD WILDT: Aus Protest gegen eine mangelnde Abgrenzung gegen rechtsextreme Kräfte und Gewalt treten Mecklenburg-Vorpommerns Landeschef und drei weitere Landtagsabgeordnete im Herbst 2017 aus der AfD aus. Sie bilden die Partei Bürger für Mecklenburg-Vorpommern (BMV) sowie die gleichnamige Fraktion. Weil sich ihnen aber innerhalb eines Jahres nur 32 Menschen anschließen, löst sich die Partei im Dezember 2018 wieder auf. Die vier Abgeordneten wenden sich den Freien Wählern zu und bilden seither die Fraktion Freie Wähler/BMV.